15.05.2018 - 20:34 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Abriss schafft Platz für neue Bebauung Bagger rollen in den Stadtpark

Die Abrissarbeiten in Damm- und Lindenstraße starten. In zwei Monaten beginnt eine neue Ära. Dann sind das ehemalige Jugendzentrum, die Lokale und Häuser Geschichte.

Den Startschuss für die Abrissarbeiten gaben (von rechts) Oberbürgermeister Oliver Weigel, Kämmerer Markus Brand, Bauamtsleiter Stefan Büttner, Planer Roland Eberl, Alexander Rieß (Stewog), Maria Magdalena Stöckert vom Bauamt und Bauleiter Daniel Pabel, Firma Ebersbach in Oelsnitz. Bild: fph
von Autor FPHProfil

"Der blaue Himmel ist absolut passend zum Start für den Abriss." Freudestrahlend hat Oberbürgermeister Oliver Weigel den Startschuss für die Abbrucharbeiten an der Damm- und Lindenstraße gegeben. In zwei Monaten soll von dem Areal, das ein Sammelsurium verschiedenster Gebäude und Anbauten ist, nichts mehr stehen.

Gerade noch rechtzeitig hat der letzte Gastronom, der Betreiber der Shisha-Bar "Dubai", das restliche Mobiliar aus dem Haus geräumt, und schon rollen die Bagger an, um im Herzen der Stadt eine neue Ära einzuläuten. Wie mehrfach berichtet, plant auf diesem Grundstück am Rande des Stadtparks Investor Markus Pürner eine komplett neue Bebauung. Doch ehe es so weit ist, ist erstmal die Stadt am Zug.

"Wir geben heute den Startschuss für eine Neuentwicklung", betont Oberbürgermeister Weigel. "Ich kann schon deutlich vor mir sehen, wie sich das hier alles entwickeln wird", versichert er. Das Grundstück am Beginn der Fußgängerzone habe eine wichtige Bedeutung und solle künftig einen Gegenpol zum Kösseine-Einkaufs-Centrum darstellen. "Wir sind froh, dass die Abbrucharbeiten endlich beginnen", sagt Weigel, "denn optisch sind diese Gebäude hier keine Visitenkarte unserer Stadt". Für Bauamtsleiter Stefan Büttner stellt der Beginn der Abbrucharbeiten "ein wichtiges Mosaik-Teil im Stadtentwicklungskonzept" dar. Das passe auch gut zur Neuplanung des Stadtparks, mit der im kommenden Jahr begonnen werden soll. Alexander Rieß von der Stadtentwicklungs- und Wohnungsbau GmbH (Stewog) kündigt an, dass zunächst den öffentlichen Toiletten der Garaus gemacht wird. Hier wird nach den Worten von Planer Roland Eberl auch die Zufahrt für die Baufahrzeuge geschaffen, "also von der Dammstraße her". Die Lindenstraße sei kaum von Baufahrzeugen tangiert.

Wenn die WCs abgerissen sind, folgen das Jugendzentrum und der einstige Schlauchturm, in dem die Feuerwehr früher nach Einsätzen ihre Schläuche zum Trocknen aufgehängt hat. Und wenn diese Gebäude dem Erdboden gleichgemacht sind, folgen nach Mitteilung von Alexander Rieß die Häuser an der Dammstraße. "Zum Schluss reißen wir die Gastronomiebetriebe ab." Wenn die Gebäude an der Dammstraße der Spitzhacke zum Opfer fallen, werde die Dammstraße halbseitig gesperrt. Dass die Nachbarn rund um das Abriss-Areal eine ganze Weile mit Lärm und Staub leben müssen, sei leider nicht zu verhindern, schickt Planer Roland Eberl vom Ingenieurbüro "rupp.bodenschutz" entschuldigend voraus. "Aber spätestens in zwei Monaten sind die Abrissarbeiten vorbei", kündigt er an. Die Schadstoff-Erkundung der Gebäude hat laut Eberl ergeben, dass einige Asbestteile in den alten Gebäuden stecken. "Die entfernen wir zuerst." Bei dem Abbruch der Gebäude handelt es sich nach Mitteilung der Stadt um ein Volumen von rund 5500 Kubikmetern. Auf der Parkfläche am Stadtpark wird auch das Lager für die Abbruch- und Bodenmaterialien, die sorgfältig getrennt werden, eingeräumt. "Der Stadtpark und die gegenüber des Abbruchfeldes liegenden Anwesen an der Lindenstraße werden zu jeder Zeit erreichbar sein", versichert Alexander Rieß von der Stewog. Die gesamte Abrissmaßnahme kostet die Stadt 150 000 Euro. Wenn die Gebäude komplett abgerissen sind, lässt die Stadt die Fläche einebnen. Dann stehe einer Neuplanung im Herzen von Marktredwitz nichts mehr im Wege, so Oberbürgermeister Weigel.

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