Marktredwitz
06.06.2018 - 16:43 Uhr

Bakterienjagd, Mundschutz und Ultraschall

Fast 60 Mädchen und Jungen des Kinderhauses „Guter Hirte“ besuchen das Klinikum Fichtelgebirge in Marktredwitz. Ein spannender und lehrreicher Aufenthalt.

Dr. Zdenek Binder untersucht den Bauch eines der
Kindergartenkinder. Eifrig suchen die kleinen Helfer nach dem Magen und dem
Darm. exb
Dr. Zdenek Binder untersucht den Bauch eines der Kindergartenkinder. Eifrig suchen die kleinen Helfer nach dem Magen und dem Darm.

(exb) In zwei Gruppen eingeteilt lernte der eine Teil der zwischen drei und sechs Jahre alten Kinder zunächst an verschiedenen Stationen, wie schnell sich Viren und Bakterien verbreiten. In einer eindrucksvollen UV-Licht-Show im abgedunkelten Raum, konnten die Kinder schließlich in verschiedenen Experimenten nachvollziehen, wie sich Viren und Bakterien beim Niesen und Husten auf Händen und Spielsachen verteilen, im Raum ausbreiten und so schließlich Mitmenschen anstecken können.

Der zweite Teil der Gruppe ging mit Dr. Zdenek Binder auf Tour durchs Klinikum. Der Leitende Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Hand-, Fuß- und Wiederherstellungschirurgie stattete alle Kinder zunächst mit Mundschutz und Haube aus und zeigte ihnen anschaulich, wie es ist, wenn man denn einmal als Patient in ein Krankenhaus kommt. Die Kinder besichtigten ein Patientenzimmer und bewunderten dort die tolle Aussicht auf den Steinwald. Danach ging es mit dem Aufzug ein Stockwerk tiefer und auf direktem Weg in die Notaufnahme. Dort angekommen wurde ein mutiges Kind gesucht, welches sich von Dr. Binder den Bauch per Ultraschall untersuchen ließ. Unter großem Staunen wurde nach dem Magen und dem Darm gesucht und die Größe des vorangegangen Frühstücks diskutiert. Anschließend ließen sich weitere Freiwillige den Blutdruck messen und wer wollte bekam auch noch einen echten Verband an der Hand angelegt. Geduldig beantwortete Dr. Binder alle Fragen der jungen Besucher. Erstaunt zeigten sich die begleitenden Erzieherinnen über die Tatsache, dass die Behandlung von kindlichen Knochenbrüchen in Marktredwitz möglich ist und stetig zunimmt. „Die überwiegende Anzahl der kindlichen Frakturen wird minimalinvasiv durchgeführt und bleibt daher in der Regel ambulant, so dass eine Versorgung in einer speziellen kinderchirurgischen Klinik dafür nicht nötig ist. Kinder, die auf Grund des Verletzungsmusters davon profitieren könnten, werden von uns großzügig in eine Kinderklinik verlegt“, so Dr. Philipp Koehl, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Hand-, Fuß- und Wiederherstellungschirurgie.

Sehr gefragt waren die täuschend echt aussehenden Verbände an der Hand. exb
Sehr gefragt waren die täuschend echt aussehenden Verbände an der Hand.
 
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