13.02.2020 - 16:04 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Mit Bau einer Sonde ganz nach oben

Das P-Seminar des Otto-Hahn-Gymnasiums überzeugt das Kultusministerium mit dem Projekt "Klassenzimmer im Weltall".

Über einen Landespreis freuen sich 15 Schüler des P-Seminars Chemie des Otto-Hahn-Gymnasiums.

Das Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz hat viele Leuchttürme, die über die eigene Schule hinausstrahlen. Am Mittwoch kam ein neuer hinzu: Harald Vorleuter, Ministerialbeauftragter für Gymnasien in Oberfranken, hat das P-Seminar Chemie in einer Feierstunde ausgezeichnet. Das Siegerprojekt: Unter der Leitung von Oberstudienrat Johannes Wällisch hatten 15 Projektteilnehmer mit dem Titel "Klassenzimmer im Weltall" in Kooperation mit der Firma Lamilux eine Sonde gebaut, die mittels eines Wetterballons die Stratosphäre erkunden konnte.

Schulleiter und Oberstudiendirektor Stefan Niedermeier erläuterte, dass sich das Otto-Hahn-Gymnasium redlich und mit großem Erfolg bemühe, der Leuchtturmfunktion im ländlichen Raum gerecht zu werden.

"Unser strahlendes Licht heißt Oberstudienrat Johannes Wällisch, der nicht nur eine MINT-Exzellenz aus unserem Otto-Hahn-Gymnasium gemacht hat, sondern der immer wieder mit originellen und mitreißenden Ideen seine Schüler zu begeistern weiß", sagte der Schulleiter. Er ergänzte, dass es Wällisch immer wieder gelinge, hervorragende Projektpartner zu finden, die seine Visionen und Ideen unterstützen und mittragen.

Teamarbeit

Ministerialbeauftragter Harald Vorleuter lobte beim Festakt im Gymnasium die herausragende Leistung bei diesem Projekt. Schon seit elf Jahren sei man bemüht, Partner in der Wirtschaft zu finden. Die Projekte forderten von Schülern und Partnern echte Teamarbeit. Er gratulierte zu dieser Auszeichnung und fügte unter Beifall hinzu, dass die Jury in München entschieden habe, einen Landespreis an das P-Seminar Chemie des Otto-Hahn-Gymnasiums zu vergeben, der im Haus der bayerischen Wirtschaft in München überreicht werde.

Der P-Seminar-Preis wird vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und seinen Kooperationspartnern, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) und der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung von BMW für alle Gymnasien in Bayern ausgeschrieben.

Patrick Püttner, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Oberfranken der vbw, führte aus, dass optimale und frühzeitige Orientierung der Schlüssel für die richtige Studien- und Berufswahl sei. Die flächendeckende Einführung der P-Seminare an den bayerischen Gymnasien 2009 war seiner Meinung nach ein Meilenstein in der deutschen Bildungslandschaft. Mit der P-Seminar-Preisverleihung ist ein Preisgeld von 200 Euro verbunden.

Stellvertretender Landrat Roland Schöffel lobte die Kreativität der Schüler. Anna Kögler von der Firma Lamilux machte auf die Bedeutung der richtigen Berufswahl aufmerksam, worauf man sich vorbereiten könne. Sie habe bei dem Projekt gerne mitgearbeitet.

Landung bei Pechbrunn

Oberstudienrat Johannes Wällisch und die 15 Teilnehmer stellten detailliert in Wort und Bild ihr Projekt vor, vom Bau der "Eagle One" (Adler 1) bis zu ihrer Landung. Überlegungen, Abänderungen und der Umgang mit Rückschlägen waren während des Projektes notwendig. Schließlich erreichte die Sonde eine Höhe von 39 836 Metern, und man brachte es fertig, dass sie in der Nähe von Pechbrunn landete.

Die Feier umrahmte die Jazz-Combo der Q12 unter der Leitung von Andreas Krauß und Stefan Daubner musikalisch.

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