10.03.2020 - 16:55 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Für Unfälle mit Gefahrgut gewappnet

Die Marktredwitzer Feuerwehr freut sich über einen neuen Gerätewagen. Er kostet rund 550 000 Euro, hat den ganzen Landkreis Wunsiedel und den nördlichen Teil des Landkreises Tirschenreuth als Einsatzgebiet.

Landrat Karl Döhler (rechts) und Oberbürgermeister Oliver Weigel übergaben Stadtbrandinspektor Maximilian Seiler den Schlüssel für den neuen Gerätewagen Gefahrgut.

Ein neues Fahrzeug löst den bisherigen Gerätewagen Gefahrgut ab. 30 Jahre lang tat er seinen Dienst, glücklicherweise ohne für einen ganz großen Einsatz gebraucht zu werden. Das neue Fahrzeug ist technisch hervorragend ausgerüstet und auf dem aktuellen Stand. Bettina Seidel, die Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Marktredwitz, begrüßte zur Übergabe zahlreiche Gäste aus der Politik, von der Feuerwehrführung der Landkreise Wunsiedel und Tirschenreuth und von den kommunalen Wehren, von der Polizei und dem Technischen Hilfswerk.

Stadtbrandinspektor Maximilian Seiler habe ein umfassendes Fahrzeugkonzept erarbeitet, lobte Seidel. Der Freistaat Bayern finanziert 60, der Landkreis 40 Prozent der Kosten des rund 550 000 Euro teuren Gerätewagens. "Aber ohne Menschen ist dieses Fahrzeug nutzlos", betonte Seidel. "Unsere Feuerwehrleute verrichten ihren Dienst für den Nächsten unentgeltlich." Auch die Kommunen, die Arbeitgeber der Aktiven und die Familien leisteten kräftige Unterstützung.

Oberbürgermeister Oliver Weigel bezeichnete die Fahrzeugübergabe als Höhepunkt des Feuerwehraktionstags vor und im Kösseine-Einkaufs-Centrum. Der Feuerwehr wünschte er wenige Einsätze, immer eine unfallfreie und gesunde Rückkehr.

Landrat Karl Döhler nannte die A 93 als mögliches Einsatzgebiet, da hier Unfälle mit Gefahrgut-Transportern passieren könnten. Auch in den Unternehmen könnten gefährliche Stoffe auslaufen, da müsse man als Feuerwehr im Landkreis gut ausgestattet sein. Landtagsabgeordneter Martin Schöffel charakterisierte die Marktredwitzer Wehr als schlagkräftige Einheit, daher sei der Gerätewagen Gefahrgut hier am richtigen Ort stationiert. Die chemischen Risiken seien deutlich gestiegen, sagte Kreisbrandrat Wieland Schletz. Der Einsatz des Fahrzeuges erfordere einen hohen Ausbildungsstand der Feuerwehrleute. Stadtbrandinspektor Maximilian Seiler gab symbolisch den Schlüssel an die weiter, die künftig für die Ausbildung und das Fahrzeug verantwortlich sind: die Kreisbrandmeister Oliver Göschel und Alexander Letz sowie die Gerätewarte Klaus Geyer und Dominik Koppmann. Der katholische Pfarrer Josef Triebenbacher und dessen evangelischer Kollege Klaus Wening, der selbst aktiver Feuerwehrmann ist, segneten das Fahrzeug. "Gottes Segen gibt uns Halt und Sicherheit." Das bedeute aber nicht, dass jetzt nichts mehr passieren könne. "Wir müssen schon unseren Teil dazu tun", sagte Triebenbacher. Wening präzisierte, dass technische Ausstattung mit menschlichem Einsatz gut kombiniert werden müsse. Feuerwehrleute setzten ihre Zeit und Energie, ihre Gesundheit und im Extremfall sogar ihr Leben für den Nächsten ein. Das brauche Mut, im christlichen Sinn sogar Demut, also den Mut, anderen zu dienen.

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