23.03.2021 - 13:47 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Der Kopf des Schulmanagers am Marktredwitzer Gymnasium

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Eigentlich ist Manuel Pittner Informatiklehrer. Doch mit seiner zusätzlichen Aufgabe, das Organisationsprogramm des Otto-Hahn-Gymnasiums in Marktredwitz zu betreuen, ist er schwer beschäftigt.

Manuel Pittner bietet auch Online-Lehrerfortbildungen an.
von Autor FPHProfil

Technik kann eine große Erleichterung sein. Sie richtig einzusetzen, ist jedoch eine hohe Kunst. Viele Schulen mussten das seit Beginn der Corona-Pandemie auf die harte Tour lernen und aufholen, was sie in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten teilweise versäumt hatten. Zum Glück gibt es Menschen wie Manuel Pittner. Eigentlich ist er Lehrer für die Fächer Informatik sowie Wirtschaft und Recht. Gemeinsam mit seiner Kollegin Nina Roppelt-Ünlü betreut er aber auch den Schulmanager, eine Plattform, um die Organisation und den Informationsaustausch an Schulen zu erleichtern, für das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) in Marktredwitz. Mittlerweile läuft die Arbeit mit dem Programm rund, der Weg dahin war allerdings lang.

Lob an Kollegen

„Unterricht passiert auch zwischenmenschlich. Die soziale Interaktion fehlt beim Lernen per Videokonferenz. Dennoch ist es im Moment die beste Option, die Voraussetzungen dafür müssen aber stimmen“, erklärt Pittner. Die Technik sei für einige Lehrer und auch Schüler ein Hindernis, nicht jeder habe beispielsweise ausreichend Internetbandbreite für Videounterricht. „Meine Lehrerkollegen machen das hervorragend. Selbst einige, von denen ich noch vor wenigen Monaten dachte, sie würden sich niemals mit Computern anfreunden, kommen mittlerweile fast problemlos mit Programmen wie dem Schulmanager klar“, lobt Manuel Pittner. Dem stimmen übrigens auch die Schüler zu: „Auch die älteren Lehrer haben sich wirklich intensiv mit der Technik befasst. Es ist ganz selten, dass mal etwas nicht funktioniert“, stellt Salim Lindner, Schülersprecher des OHG, fest. Den Schulmanager hält Lindner für ein sinnvolles und übersichtliches System, mit dem alle wichtigen Informationen an einem Ort gesammelt und zu finden sind.

„Der Schulmanager hat nur dann einen Sinn, wenn auch alle mitmachen. Das hat eine Menge Überzeugungsarbeit gebraucht.“

Direktor Stefan Niedermeier

Knapp ein Jahr habe es gedauert, bis das Programm von mittlerweile fast allen Schülern genutzt wurde. „Der Schulmanager hat nur dann einen Sinn, wenn auch alle mitmachen. Das hat eine Menge Überzeugungsarbeit gebraucht“, sagt Stefan Niedermeier, Direktor des OHG. Vor allem das Thema Datenschutz, aber auch Probleme technischer Natur seien dabei die hauptsächlichen Hindernisse gewesen. Bei so großen Systemen wie dem Schulmanager sei es laut Manuel Pittner entsprechend schwierig, Fehler nachzuvollziehen.

Die Corona-Pandemie sieht Manuel Pittner auch als Chance. Nicht nur die Schüler könnten in dieser schwierigen Zeit viel lernen: „Auch als Lehrer kann man momentan an den Herausforderungen wachsen, wir lernen quasi mit. Der Fortschritt geht unheimlich schnell, darin steckt aber auch sehr viel Arbeit.“ Der Austausch mit den Kollegen ist Pittner dabei sehr wichtig. Auch mit anderen Schulen, zum Teil in London oder Amsterdam, steht er in Kontakt.

Online-Fortbildungen

Nicht selten kommt es vor, dass er auch spät am Abend noch mit der Administration des Schulmanagers beschäftigt ist oder Fragen von Kollegen beantwortet. Auch Online-Lehrerfortbildungen, zum Teil erst am Abend, bietet er von sich aus an. Das alles zusätzlich zum Unterricht, denn seiner Aufgabe als Lehrer muss Pittner schließlich trotzdem noch nachkommen. Es sind viele Überstunden, die er aktuell ohne wirklichen Ausgleich auf sich nimmt. Doch ohne Menschen wie Manuel Pittner stünden viele Schulen wohl vor einem großen Berg voller unlösbarer Probleme.

Hier ein weiterer Bericht zum Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz

Marktredwitz

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