20.07.2021 - 10:21 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Lebensnahe Übung bereitet Pflegeschüler in Marktredwitz auf Ernstfall vor

Rasch richtig handeln. Das ist besonders in der Pflege wichtig. Denn es geht um die Sicherheit und das Wohl der Patienten. Trainiert wurde das bei einer Übung mit dem Titel „Room of Horrors“.

Auszubildende der Krankenpflegeschule am Klinikum Fichtelgebirge sowie interessierte Pflegekräfte und Lehrkräfte trainierten mit dem Projekt „Room of Horrors“ ihre Fähigkeiten, sicher und schnell Patientensicherheitsgefahren zu erkennen.
von Externer BeitragProfil

Patienten sind im Krankenhaus verschiedenen Risiken ausgesetzt, welche auch zu Schädigungen und unerwünschten Folgen führen können. Das sichere und schnelle Erkennen von Patientensicherheitsgefahren in Verbindung mit einem situativen Handeln ist erforderlich, um solche Risiken im Arbeitsalltag einer Pflegekraft abzuwenden, informiert das Klinikum Fichtelgebirge in einer Pressemitteilung. Und so veranstaltete die Berufsfachschule für Pflege kürzlich eine lebensnahe Übung unter dem Namen „Room of Horrors“. Damit begeisterten die Verantwortlichen nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule, sondern auch interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Pflege, berichtet Peggy Kuniss-Pfeiffer, Pressesprecherin des Klinikums Fichtelgebirge.

Ziele des Projekts waren, die Auszubildenden für die Patientensicherheit zu sensibilisieren, das situative Handeln zu schulen und einen Beitrag zur Stärkung der Sicherheitskultur im Krankenhaus zu leisten. In einem dafür vorbereiteten Klassenzimmer und dem Skillslab-Raum der Schule wurden alltagsnahe Fehler und Risiken für den Patienten versteckt.

Die Lernenden der Abschlussklasse einwickelten fünf verschiedene Szenarien mit speziellen Gefährdungen in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie, bei chronisch kranken Patienten mit Diabetes mellitus und bei Patienten mit einer chronischen Wunde.

Die Auszubildenden sowie interessierte Pflegekräfte und Lehrkräfte versuchten, in jeweils 20 Minuten einzeln und später in Teams von drei bis vier Personen die Fehler und Risiken aufzudecken und auf dafür vorgefertigten Bögen zu vermerken. Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden die Auflösungsbögen mit allen Fehlern zum Abgleich ausgehändigt, um so die eigene Trefferquote zu bestimmen. Alle Szenarien wurden unter strenger Einhaltung der in der Schule geltenden Hygienevorschriften umgesetzt.

Die Zufriedenheit der Teilnehmer war sehr hoch und stärkte die Gruppendynamik zwischen den Ausbildungsjahrgängen, schreibt das Klinikum Fichtelgebirge in der Pressemittelung zur Übung. Eine Wiederholung des Projekts für das kommende Jahr ist gewünscht.

„Es war für alle Beteiligten eine Premiere. Wir sind sehr stolz auf die erfolgreichen Projekttage und das positive Feedback aller Teilnehmenden“, erklärt Schulleiterin Xenia Kugler. „Es war beeindruckend, mit wie viel Engagement und Kreativität die Auszubildenden der Abschlussklasse das Projekt umgesetzt haben, sogar selbst in die Patientenrolle schlüpften, um die Krankenhausszene so realistisch wie möglich nachzustellen.“ Alle Lernenden und Lehrkräfte sprachen sich für eine Neuauflage des „Room of Horrors“-Projekts im kommenden Jahr aus, so das Klinikum.

Das ursprüngliche Projekt „Interaktives Lernen im Room of Horrors“ wurde von der Stiftung Patientensicherheit in der Schweiz ins Leben gerufen. Verschiedene Kliniken haben das Projekt bereits aufgegriffen und für verschiedene Disziplinen angeboten. Das Klinikum Fichtelgebirge wagte den Erstversuch und realisierte dieses an das Schweizer „Room of Horrors“-Modell angelehnte Projekt von Auszubildenden für Auszubildende in der Pflege.

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"Wir sind sehr stolz auf die erfolgreichen Projekttage und das positive Feedback aller Teilnehmenden.“

Schulleiterin Xenia Kugler

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