09.11.2018 - 17:18 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Marktredwitz geht in die Vollen

Die Stadt nutzt die Förderoffensive Nordostbayern und hegt große Pläne. Bis 2022 sollen 17 Millionen Euro in den Städtebau fließen. Der Parkhaus-Abriss kostet 1,4 Millionen.

Die Abrissarbeiten für die Glasschleif haben bereits begonnen. Der Anbau ist bereits Geschichte. Um den Rohbau künftig als Veranstaltungshalle nutzen zu können, werden in den ersten Bauabschnitt 4,6 Millionen Euro investiert.
von Autor FPHProfil

Die Stadt Marktredwitz wird ihr Gesicht in den kommenden Jahren massiv verändern. Dies wird in der Bau- und Hauptausschusssitzung im Rathaus deutlich. Gerald Hoch von der Stadtkämmerei legt ein umfassendes Investitions-Programm vor, das bis ins Jahr 2022 reicht. Rund 17 Millionen Euro sollen in den Städtebau fließen. Für das kommende Jahr sind Ausgaben in Höhe von 3,16 Millionen geplant, wie Hoch bei den ersten Haushalts-Beratungen offenlegt. "Für eine ganze Latte an Maßnahmen gibt es 90 Prozent Förderung", verkündet er.

Das Flächen- und Leerstands-Management sieht für 2019 Ausgaben von 100 000 Euro vor, während für die Sanierung der Parkhaus-Brücke in der Egerstraße in den kommenden zwei Jahren 280 000 Euro eingeplant sind. Nächstes Jahr will die Stadt eine leer stehende Immobilie in der Innenstadt kaufen und diese sanieren. Bis 2021 sind hier Investitionen von 1,3 Millionen Euro vorgesehen. Die Erneuerung von Fahrbahnen und Leitungen im Bereich Markt, Ottostraße und Stadtpark verschlingt 600 000 Euro bis 2021.

Mit der Leerstands-Offensive will die Stadt privaten Bauherren unter die Arme greifen und bis 2021 insgesamt 2,3 Millionen Euro in die Hand nehmen, was mit 90 Prozent vom Staat bezuschusst wird. Zuschüsse gibt es auch für ein privates Fassaden-Programm, und zwar 1,2 Millionen für die kommenden drei Jahre. In den Kauf und die Sanierung des Stadtarchivs in der Ottostraße fließen bis 2021 insgesamt 2,5 Millionen Euro. Für die Planungen, das Gewölbe im historischen Rathaus neu zu nutzen, sind für 2021 erst einmal 100 000 Euro eingestellt.

Für die Neugestaltung des Stadtparks nimmt die Stadt bis 2021 über 2,5 Millionen Euro in die Hand. Um das Quartier "Im Winkel" neu zu planen, werden 200 000 Euro benötigt. Auch das Malzhaus, das seit Jahrzehnten leer steht, ist nicht vergessen: Bis 2022 will Marktredwitz hier drei Millionen hineinstecken. Für den Abbruch des angrenzenden Parkhauses im Winkel, das wegen seines maroden Zustands nur noch im Untergeschoss genutzt werden kann, sieht die Stadt im Jahr 2020 eine Summe von 1,4 Millionen Euro vor. Mit der Bebauung des Benker-Areals einher geht die Neugestaltung in Dörflas. So werden 2019 die Häuser mit den Nummern 27, 34 und 36 - das einstige "Kneiperl", der frühere Kindergarten und der Gasthof "Zur Pfalz" - abgerissen.

In den kommenden Jahren sollen 8,7 Millionen Euro in die Sanierung der Glasschleif fließen. Das hat Gerald Hoch von der Stadtkämmerei in der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Hauptausschuss angekündigt. Der Umbau werde bezuschusst aus Bundesmitteln, von der Städtebauförderung und der Denkmalpflege. Hoch stellte das Investitionsprogramm für die Jahre 2019 bis 2022 vor. In diesem Jahr ist bereits eine Million Euro für die Vorbereitung der Glasschleif in eine Veranstaltungshalle investiert worden.

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