16.09.2021 - 14:37 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Multimedia-Künstler zeigt in Marktredwitz Gemälde und Skulpturen

„Im Herzen ist immer noch Platz für noch mehr Liebe, denn es ist groß genug“, sagt Emmanuel Eni. Der nigerianische Multimedia-Künstler stellt in Marktredwitz aus.

Emmanuel Eni präsentiert in Marktredwitz einige seiner Werke. Das grüne „Herz im Spiegel“ gehört auch dazu.
von Autor FPHProfil

Grün ist die Hoffnung. Und ein Herz ist das Symbol für „Liebe“. Die Plastik „Heart in the Mirror“ bringt das Motto von Emmanuel Enis Ausstellung „Hope of Love“ buchstäblich unter einen Hut. Grün steht auch für Anfang, Frische und Jugend, erklärt Eni. Und zum Spiegel, in dem das grüne Herz hängt, sagt der nigerianische Multimedia-Artist, der auch Gedichte schreibt und Performances inszeniert: „Immer, wenn man vor einem Spiegel steht und sich darin erblickt, steht man an einem Anfang, will man sich auf etwas vorbereiten.“ Jeder hat Hoffnung auf Liebe, weiß Eni. „Egal ob Single oder verpartnert – im Herzen ist immer noch Platz für noch mehr Liebe, denn es ist groß genug“, interpretiert der Künstler sein Werk gleich selbst.

Insgesamt 30 Bilder und Skulpturen des 54-Jährigen sind nun eine Woche lang in den Räumen von „MAKkultur“ zu sehen. „Tagebuch eines Geigers“ oder „Twin Horses“ nennt Eni die dreidimensionalen Objekte in „emotionaler Abstraktion“: „Jeder kann sofort erkennen, was es ist.“ Die Bilder in der patentierten „Light Art“ sind in verschiedenen Farben hinterleuchtet und zeigen „The Road“, einen Chor, eine Feuermacherin und Porträts. Dazu sind Dutzende Terrakotta-Elefanten, Kataloge und weitere Elemente aus Enis künstlerischem Schaffen zu sehen.

Emmanuel Eni, der aus dem Dorf Igbanke in Benin stammt, lebt seit rund 30 Jahren in Deutschland und seit 2019 im Fichtelgebirge. Seine afrikanischen Wurzeln prägen seine Werke. „Die nigerianischen Sprachen sind Seelensprachen, sie schwingen synchron und gehen direkt ins Herz, was auch meine Kunst beeinflusst hat“, lässt er wissen. Sein Stil „Barock Art“ will alle Aspekte von Kunst als „eine kristalline Einheit“ vereinigen. Dabei ist der „Charity“-Gedanke ein wichtiger Teil. Deshalb stellt der Künstler immer 20 Prozent der Verkaufserlöse für wohltätige Zwecke zur Verfügung, auch diesmal. Eni hat in Lagos, Benin, Auchi und London Bildende Kunst studiert und einen Doktortitel erworben. Seine Werke und Performances hat er international gezeigt, unter anderem in Lyon, Dakar und Kassel, im Fichtelgebirge 2019 in Wunsiedel.

Die Ausstellung „Hope of Love“ mit Werken von Emmanuel Eni ist von 20. bis 24. September jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr in "MAKkultur", Markt 58, zu besichtigen.

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Marktredwitz

„Die nigerianischen Sprachen sind Seelensprachen, sie schwingen synchron und gehen direkt ins Herz, was auch meine Kunst beeinflusst hat.“

Emmanuel Eni

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