Nachdem 2013 der fünfte Bauabschnitt der fast 20 Jahre dauernden Erweiterung und Modernisierung des Klinikums Fichtelgebirge abgeschlossen war und vier hochmoderne Operationssäle, die neue Intensivstation sowie die neue Zentralsterilisationsabteilung im 8. und 9. Stock in Betrieb genommen wurden, stand nun die Modernisierung des älteren OP-Bereiches im Erdgeschoss (Ebene 3) an. Eine ganz besondere "Operation".
"Diese Baumaßnahme schließt den Neubau und die Modernisierung aller OP-Säle am Haus Marktredwitz ab und gibt der patientenorientierten und zukunftsorientierten Medizin hier am Klinikum den passenden Rahmen", erklärte Dr. Philipp Koehl bei der Besichtigung der neuen Räume. Auch optisch seien die Eingriffsräume und der Gangbereich vor den OP-Sälen gelungen, so der Chefarzt und Leiter der Klinik für Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Die Wände sind nun in freundlichem Gelb gehalten, die Türen grün abgesetzt. Bei der Modernisierung wurden alle Wände komplett mit desinfizierbaren Spezialplatten verkleidet, im Gangbereich die Böden erneuert und die Lagerkapazität im OP durch ein Lagersystem in Modulbauweise vergrößert und die Aufbewahrung von Implantaten durch neue Schranksysteme verbessert. Dazu wurden Malerarbeiten durchgeführt und alle Elektro- und Wasserinstallationen sowie die Raumlufttechnik gewartet. Die Investitionssumme beträgt 100.000 Euro.
"Auch die Erweiterung der Lagermöglichkeit im OP ist ein wichtiger und notwendiger Schritt. Die Unterbringung der technischen Gerätschaften, wie 3-D-Röntgen, OP-Mikroskop, OP-Instrumentarien und Spezialimplantate, benötigt immer mehr Platz. Dieser wurde nun geschaffen", stellte Dr. Koehl weiter fest. Neu ist auch ein fest in der Wand verbauter 40-Zoll-Bildbetrachtungsmonitor, der die Röntgenbilder der Patienten während der OP adäquat darstellt.
Ralph Grottenmüller, Hygienefachkraft am Haus Marktredwitz, ist über die Baumaßnahme ebenfalls sehr erfreut: "Die neue Wandverkleidung besteht aus Kunststoff statt der früher üblichen Fliesen, in deren Fugen Infektionskeime entstehen könnten. Die Kunststoffverkleidung trägt in hohem Maße zur Verringerung des Infektionsrisikos bei."
Alexander Meyer, stellvertretender Geschäftsführer des Klinikums Fichtelgebirge: "Solche Umbaumaßnahmen sind immer ein Kraftakt für alle Beteiligten. Wir danken daher unseren Mitarbeitern und Patienten für deren Unterstützung und Geduld. Ohne diese wäre eine solche Maßnahme nicht in so kurzer Zeit durchführbar."
Die gesamte Sanierung des Klinikums von 1994 bis 2013 fand in fünf Bauabschnitten und unter laufendem Betrieb statt. Der Freistaat Bayern hat die Gesamtsanierung mit mehr als 60 Millionen Euro gefördert.
Marktredwitz
15.06.2018 - 12:01 Uhr
"Operation" in Rekordzeit
von Externer Beitrag
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