08.02.2019 - 15:13 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Ja zur Ortsumgehung

Marktredwitz stimmt den Plänen zum Bau der Ortsumgehung von Waldershof zu. Radwege sollen so breit angelegt werden, dass sie auch landwirtschaftlich genutzt werden können.

von Autor FPHProfil

"Einflüsse auf die Umwelt sind ebenso berücksichtigt wie die Belange in Sachen Verkehr und Wirtschaftlichkeit." So stellen sich die Unterlagen für die geplante Ortsumgehung Waldershof jetzt dar, denen der Marktredwitzer Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt hat. Jetzt fehlt noch der Segen des Stadtrats von Marktredwitz zum Planfeststellungsbeschluss der Regierung der Oberpfalz. Wann allerdings mit dem Bau der Ortsumgehung begonnen wird, vermochte niemand zu sagen.

Wie Sachbearbeiter Oskar Steinbrecher vortrug, hat es in den zurückliegenden Monaten noch einmal 23 Einwendungen gegen die Pläne gegeben, für die das Verfahren bereits im April 2014 eingeleitet worden ist. "Unsere Belange wurden positiv eingearbeitet", meinte Steinbrecher und verdeutlichte, dass beispielsweise die Radwege jetzt so breit gestaltet würden, "dass sie auch vom landwirtschaftlichen Verkehr genutzt werden können".

Zeitgleich mit der Auslegung in Waldershof könnten die Pläne bis zum 19. Februar im Technischen Rathaus in Marktredwitz eingesehen werden. "Gegen den Beschluss können Einwendungen nur mit einer Klage gegenüber dem bayerischen Verwaltungsgericht Regensburg geltend gemacht werden", sagte Oskar Steinbrecher. Aus Sicht der Marktredwitzer Verwaltung sei das nicht erforderlich.

Auch in einem weiteren Punkt mussten sich die Räte mit einem Waldershofer Thema beschäftigen, und zwar mit dem Sondergebiet Photovoltaik Lengenfeld. Als benachbarte Kommune ist die Stadt Marktredwitz am Verfahren beteiligt. Die Photovoltaik-Anlage entsteht auf einer Fläche von knapp 10.000 Quadratmetern, wie Sachbearbeiter Harald Fleck mitteilte. "Die Ausdehnung in West-Ost-Richtung beträgt 139, in Nord-Süd-Richtung 122 Meter." Es werden keine relevanten Belange der Stadt Marktredwitz berührt", so Fleck. Somit signalisierten die Räte ihr Einverständnis mit der Bauleitplanung.

Ebenfalls als Nachbargemeinde war Marktredwitz gefragt bei der Änderung des Flächennutzungsplans in der Egerstraße in Arzberg. Hier will die einstige Porzellan-Stadt eine Kindertagesstätte nebst Seniorenwohnheim mit Tagespflege und Arztpraxis realisieren, wie Stadtplaner Alexander Rieß vortrug. Belange von Marktredwitz würden dabei nicht berührt, weshalb die Räte dem Vorhaben zustimmten.

Und es gab tatsächlich doch ein Marktredwitzer Thema, nämlich eine Bauvoranfrage: Einfamilienhaus mit Doppelgarage am Asamweg in Marktredwitz. Laut Harald Fleck haben diesbezüglich bereits mehrere Bauberatungen stattgefunden, "weil der Grundstückszuschnitt im Einmündungsbereich Asam-/Altdorferweg nicht unproblematisch ist". Die Nachbarn hätten dem Vorhaben schon schriftlich zugestimmt, jetzt müsse der Bauausschuss für einige Befreiungen grünes Licht erteilen. So wird nach Worten Flecks die Baugrenze auf der östlichen Grundstücks-Seite überschritten, der Garagenstandort versetzt, die Wand von 4 auf 4,40 Meter erhöht und das Gelände um 0,7 Meter verändert. Dem Fällen eines Baumes auf öffentlichem Grund auf der westlichen Seite stimmten die Räte auch zu. "Die Bauherrn pflanzen einen Ersatz."

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