26.09.2019 - 14:32 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Preis für P-Seminar Informatik

Das Otto-Hahn-Gymnasium feierte das 100-jährige Bestehen mit Festakt, Ausstellung, Vorträgen und Diskussionen. Doch damit konnte keiner rechnen: Das P-Seminar Informatik erhält den ersten Preis der Unternehmensinitiative Hochfranken.

Fünf der 15 Schüler des P-Seminars bei der Preisverleihung: oben von links Christoph Schönberg, Lehrer Markus Hartung und Nikolas Lowies, unten von links Daniel Lang, Franziska Schaller und Tobias Prause.
von Externer BeitragProfil

Die OHG-Schüler, die sich dem Jubiläumsthema mit digitalen Methoden näherten, wurden am Dienstag in würdigem Rahmen bei der feierlichen Eröffnung der Berufsinformationsmesse Contacta ausgezeichnet. Jürgen Werner, Sprecher der Unternehmerinitiative Hochfranken, hielt die Laudatio und überreichte die Preise. Die drei ausgewählten P-Seminare präsentierten jeweils in einem kurzen Vortrag ihre Arbeiten und wurden im Anschluss geehrt.

Das P-Seminar des Otto-Hahn-Gymnasiums hatte es sich zur Aufgabe gemacht, dem heuer 100 Jahre alten OHG ein "Update" zu geben. Die Schüler gingen mit den verschiedensten Ideen in die einjährige Praxisphase des P-Seminars. Vier besondere Projekte hat das P-Seminar umgesetzt: Das ursprüngliche Schulgebäude aus dem Jahr 1923 wurde anhand von alten Plänen aus dem Stadtarchiv rekonstruiert und als 3-D-Modell ausgedruckt. Dieses Modell ist im Stadtarchiv ausgestellt.

Zweitens wurde der aktuelle Bau des Gymnasiums mit einer Drohne überflogen und dabei gefilmt. Anhand des Films wurde mit Hilfe einer speziellen Software ein 3-D-Modell des Komplexes erstellt und ebenfalls mit einem 3-D-Drucker gedruckt. Drittens sollte das aktuelle Schulhaus auch virtuell von innen begehbar gemacht werden. Hierzu wurden über 100 Bilder mit einer 360-Grad-Kamera aufgenommen und zu einem virtuellen Rundgang zusammengesetzt. "Besonders eindrucksvoll ist ein solcher Rundgang mit einer VR-Brille", so der Leiter des Seminars, Markus Hartung. Man kann damit nur mittels Kopfbewegung durch das Schulhaus laufen. Dies wurde am Tag der offenen Tür im April dieses Jahres schon von vielen zukünftigen Schülern, aber auch von Eltern begeistert getestet.

Die vierte Idee war es, einen Hologrammprojektor zu bauen: Mithilfe von vier Bildschirmen, Plexiglasplatten, einem Computer und einem entsprechenden Gehäuse kann man Objekte virtuell darstellen. Durch die Bildschirme wird der Gegenstand von vier Seiten gezeigt. Diese Darstellung wird durch die Plexiglasplatte reflektiert. Blickt man nun durch eine der Plexiglasplatten, hat man den Eindruck, ein 3-D-Objekt im Inneren zu sehen. All diese tollen Ideen und die Umsetzungen derselben haben die Jury überzeugt.

Die Teilnehmer des P-Seminars verweisen außerdem auf die großartige Unterstützung durch die externen Partner. Bei der Modellierung des alten Schulgebäudes wurde das Seminar vom Stadtarchiv Marktredwitz unterstützt. Die Stadtarchivarin Edith Kalbskopf und ihre Mitarbeiterin Lydia Malezki haben dem Seminar viele alte Pläne und Bilder des Gebäudes, welches heute nicht mehr steht, herausgesucht und zur Verfügung gestellt.

Die Mitarbeiter des Bayern-Lab in Wunsiedel unterstützten das P-Seminar bei den Arbeiten rund um das aktuelle Schulgebäude intensiv: Sie führten mit den Schülern den Drohnenflug durch, erstellten und druckten das Modell im Bayern-Lab. Ebenso gaben sie Hilfestellung bei dem virtuellen Rundgang mit der 360-Grad-Kamera. Die Firma MECO aus Waldershof fertigte den Rahmen für den Hologrammprojektor nach Plänen der Jugendlichen an. Hier gilt der herzliche Dank dem Ausbildungsleiter Johannes Heindl und den beiden Mitarbeitern, die den Rahmen gefertigt haben, Tobias Neb und Christopher Schünzel.

Das Modell des Hologrammprojektors.
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