Bereits Anfang Oktober vergangenen Jahres kam es in den frühen Morgenstunden vor einer Gaststätte in der Flottmannstraße in Marktredwitz zu tumultartigen Auseinandersetzungen zwischen zahlreichen Personen, informiert die Polizei in ihrem aktuellen Bericht. "Vor Ort waren damals mehrere Streifen der Polizei Marktredwitz und benachbarter Dienststellen damit befasst, die rund 100 anwesenden Personen, unter denen eine hochgradig aggressive Stimmung herrschte, in Schach zu halten", schreibt Polizeioberkommissar Jan Weidhas.
"Die Beamten mussten eine Vielzahl an Platzverweisen aussprechen, um eine geordnete Abarbeitung diverser Körperverletzungsdelikte überhaupt erst möglich zu machen. Eines dieser Delikte war besonders besorgniserregend." Es bestand der Tatverdacht gegen drei junge Männer (19, 21 und 30 Jahre alt) aus Marktredwitz, gemeinsam auf zwei männliche Passanten (27 und 43 Jahre) aus dem Raum Eichstätt eingeschlagen und mit Füßen eingetreten zu haben. Die beiden Geschädigten wurden hierbei nicht unerheblich verletzt, was eine stationäre Behandlung im Klinikum erforderlich machte, so Jan Weidhas.
Erst nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen gelang es den eingesetzten Polizisten, die drei flüchtigen Tatverdächtigen zu ermitteln und anschließend vorläufig festzunehmen. Sie wiesen jedoch zunächst alle Schuld von sich und bestritten die Tat. Dem noch nicht genug, behaupteten sie sogar das Gegenteil: Dass die beiden Geschädigten die Aggressoren gewesen seien.
Akribische Ermittlungstätigkeit der mit der Sachbearbeitung zu diesem Fall betrauten Beamten der Polizei Marktredwitz im Bereich Spuren widerlegte nun jedoch diese Behauptung und erhärtete den Tatverdacht gegen zwei der drei Beschuldigten. Sie werden sich daher wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen. Jan Weidhas informiert: "Ein diesbezüglicher Verhandlungstermin beim Amtsgericht Wunsiedel ist für Mitte Oktober terminiert."















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