Massenricht bei Hirschau
16.08.2026 - 14:44 Uhr

Besucher feiern bis in die Abendstunden Rödlaser Turmfest

Das Turmfest des Oberpfälzer Waldvereins Massenricht beginnt mit einer Messe, die Pfarrvikar Ndudi Kelechi Izuagba durch seine afrikanischen Einflüsse bereichert. Trotz musikalischer Engpässe bietet das Fest gesellige Stunden.

„Guten Morgen, heute ist es wieder sehr warm. In meiner Heimat Nigeria würden Sie mit einer Jacke unterwegs sein, weil es für Sie kalt ist“, meinte Pfarrvikar Ndudi Kelechi Izuagba schmunzelnd. Der Zelebrant verstand es immer wieder, mit einigen Worten oder kurzen Liedern seine afrikanische Heimat in den Gottesdienst miteinzubeziehen. Mit einer heiligen Messe beginnt traditionell das Turmfest des Oberpfälzer Waldvereins Massenricht, am Fuße des bekannten Aussichtsturms. Musikalisch umrahmten Kerstin Meyer auf dem Hackbrett und Hubert Deichl mit seinem Akkordeon den Volksgesang.

In seiner Predigt ging der Priester auf das Lukas-Evangelium ein und fragte: „Wann haben Sie sich Zeit genommen für Freunde, Nachbarn und Verwandte? Denken wir auch an die Kranken, Einsamen und Alten in unserem Bekanntenkreis?“ Er sprach auch den Kontrast zwischen der Natur und unserer Konsumgesellschaft an: „Brauchen wir wirklich alle diese Sachen, die wir kaufen? Machen sie uns zufriedener?“ Zum Schluss des Gottesdienstes wurden die mitgebrachten Kräuterbuschen geweiht, wie es am Fest Mariä Aufnahme in den Himmel Tradition ist.

Anschließend dankte der Vorsitzende des OWV Massenricht, Martin Rumpler, Pfarrvikar Ndudi für die Feier des Gottesdienstes, allen Helfern, besonders seiner Stellvertreterin Ulrike Berndt, bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes und wünschte den vielen Besuchern schöne Stunden beim Turmfest.

Beim weltlichen Teil der Veranstaltung ließen sich Besucher von nah und fern die Spezialitäten vom Grill, aber auch den Kaffee und die selbstgemachten Kuchen und Torten bis in die Abendstunden schmecken. Am Nachmittag konnten dann auch noch die verschiedenen selbstgemachten Eissorten vom Freihunger Eis-Stüberl genossen werden. Die Musiker „d’ Barsprinter“ mussten kurzfristig absagen, weil sie bei einem Waldbrand in der näheren Umgebung mit der Massenrichter Feuerwehr im Einsatz waren. Aber auch so war es wieder ein gelungenes Fest, und die schattigen Plätze unter den Kronen der hohen Bäume waren bis in die Abendstunden belegt.

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