01.04.2019 - 14:33 Uhr
Maxhütte-HaidhofOberpfalz

Absturzursache weiter unklar

Die Ursache für das Flugzeugunglück am Sonntag nahe Birkenzell (Stadt Maxhütte-Haidhof) ist weiter ungeklärt. Der Doppeldecker vom Typ „Comet“ stürzte beinahe senkrecht vom Himmel und brannte völlig aus.

Bei Maxhütte stürzte am Sonntagnachmittag ein Doppeldecker ab und brannte total aus. Zwei Menschen wurden verletzt.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Ursache für das Flugzeugunglück am Sonntag nahe Birkenzell (Stadt Maxhütte-Haidhof) ist weiter ungeklärt. Der Doppeldecker vom Typ "Comet" stürzte beinahe senkrecht vom Himmel und brannte beinahe völlig aus. Sowohl der 50-jährige Pilot aus dem Stadtgebiet Maxhütte als auch sein Begleiter aus dem Kreis Regensburg wurden verletzt.

Die Verletzungen des Piloten seien nicht so schwerwiegend, wie zunächst angenommen, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Dietmar Winterberg. Der 62-jährige Begleiter, der nach unbestätigten Informationen Fluglehrer sein soll, zog sich schwere Verletzungen zu. Die Polizei geht davon aus, dass das Ultraleichtflugzeug (UL) in Weiden/Latsch gestartet ist und sich nach einer Zwischenlandung in Bruck oder Oberhub (Regenstauf) wieder auf den Weg gemacht hat. Andreas Matschi vom Flugplatz Bruck konnte eine Zwischenlandung gegenüber der Redaktion nicht bestätigen. "Unsere Flugzeuge sind alle da", sagte Matschi. Weidener Fliegerkreise halten sich bedeckt, was das Unglück angeht. Der Tower in Latsch war am Montag nicht besetzt, eben so wenig der in Oberhub.

Das Bundesamt für Luftverkehr habe zusammen mit der Kriminalpolizei Amberg die Ermittlungen übernommen, sagte Winterberg. Zeugen würden vernommen, und, sobald möglich, natürlich die beiden Insassen des Fliegers. Auch der Funkverkehr werde ausgewertet. Einen Flugschreiber hatte die Maschine nicht.

Den Sport-Doppeldecker Comet gibt es laut Werbung des Herstellers "Bücker und Funk" in verschiedenen Ausführungen, auch kunstflugtauglich. Kunstflug mit Ultraleichtflugzeugen (Abfluggewicht maximal 472,5 Kilogramm) ist in Deutschland verboten. Maschinen dieses Typs kosten über 100 000 Euro. UL-Flugzeuge müssen mit einem "Gesamtrettungssystem" ausgestattet sein. Dabei wird ein großer Fallschirm von einer Rakete aus Rumpf gezogen. Am Schirm schwebt das Flugzeug so gebremst zu Boden. Offenbar wurde dieses System bei dem Absturz am Sonntag vom Piloten nicht ausgelöst.

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