07.02.2021 - 08:36 Uhr
Maxhütte-HaidhofOberpfalz

SPD setzt einstimmig auf Marianne Schieder

SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder gibt den Startschuss für einen „beherzten Wahlkampf“. Bei der Bundeswahlkreiskonferenz wird sie einstimmig zur Direktkandidatin im Bundeswahlkreis 234 Schwandorf-Cham nominiert.

SPD-Bezirksvorsitzender Franz Schindler und die Kreisvorsitzenden Franz Kopp und Peter Wein (von links) gratulierten MdB Marianne Schieder mit einem Blumenstrauß zur einstimmigen Nominierung.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

52 Delegierte nahmen am Samstag an der Präsenzveranstaltung in der Stadthalle in Maxhütte-Haidhof teil, 38 aus dem Landkreis Schwandorf, 14 aus Cham. Sie stärkten der SPD-Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder bei der Nominierung zur Direktkandidatin für den Bundestag mit einem einstimmigen Votum den Rücken. Die bayerische Landesgruppenvorsitzende setzt in der Pandemie auf digitale Wahlkampf-Formate.

SPD hat die Weichen schon früh gestellt

Schwandorf

Der Schwandorfer SPD-Kreisvorsitzende Peter Wein schlug die 58-jährige Markt- und Kreisrätin aus Wernberg-Köblitz erneut für die Direktkandidatur vor und betonte: „Marianne Schieder hat sich in Berlin behauptet und eine starke Position erarbeitet“. Die Juristin ist seit 2005 Abgeordnete des Deutschen Bundestages, seit 2017 „Parlamentarische Geschäftsführerin“ der SPD-Bundestagsfraktion und seit gut einem Jahr Vorsitzende der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion.

"Handschrift der SPD"

In ihrem Rechenschaftsbericht machte Marianne Schieder deutlich: „Deutschland braucht soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Beides garantiere eine starke Sozialdemokratie. In den nächsten Monaten will die Bundestagsabgeordnete den Leuten in ihrem Wahlkampfformat mit Telefonsprechstunde und in digitalen Formaten klar machen, „dass die Regierungspolitik die Handschrift der SPD trägt“. Rente, Pflege, Familie, Unterstützung der Kommunen, sozialer Wohnungsbau und Energiepolitik – auf vielen politischen Feldern habe die SPD Spuren hinterlassen. Während der Pandemie sorge ihre Partei dafür, so Schieder, „dass der Rechts- und Sozialstaat handlungsfähig bleibt und die Hilfsprogramme angepasst werden“. Die SPD werde weiter ihre Werte und Ziele selbstbewusst und engagiert vertreten.

Bezirksvorsitzender Franz Schindler sagt seiner Partei „einen schwierigen Wahlkampf“ voraus. Die SPD werde zunehmend belächelt und ihre Existenz in Frage gestellt. Dabei sei die Sozialdemokratie „das einzige Bollwerk, das seit über 150 Jahren erfolgreich gegen Nationalisten und Rechtsradikale ankämpft“. Für seine Partei komme es jetzt darauf an, Antworten auf das gesellschaftliche Zusammenleben nach der Pandemie zu geben, so Schindler.

Immer ein Vorbild

Er gedachte des kürzlich im Alter von 92 Jahren verstorbenen Teublitzer Altbürgermeisters Rudi Lenk und des früheren Chamer Kreisvorsitzenden Edi Hochmuth. Schindler gratulierte ferner Altlandrat Hans Schuierer zum 90. Geburtstag. Der ehemalige „Juso“ blickte auf seine politischen Anfänge zurück und erinnerte sich: „Mann, was haben wir mit Hans Schuierer gestritten“. Über alle Meinungsverschiedenheiten hinweg sei er ihm aber immer ein Vorbild geblieben. Unter dem Beifall der Delegierten versicherte er dem Altlandrat: „Wir sind stolz auf dich“. Schindler kündigte „ein rauschendes Geburtstagsfest“ an, „wenn es die Zeit wieder zulässt“.

Der Chamer SPD-Kreisvorsitzende Franz Kopp (Runding) sagte Marianne Schieder „die volle Unterstützung im Wahlkampf“ zu. In die Landesversammlung, die am 13. März als Open-Air-Veranstaltung im Fußballstadion in Schwabach geplant ist, entsandten die Delegierten Marianne Schieder, Peter Wein und Franz Schindler.

Hintergrund:

Die Formate im Wahlkampf

  • „Digitale-Fraktion-vor-Ort-Veranstaltung“ nennt Marianne Schieder ihr Wahlkampfformat, das sie am 10. März um 19 Uhr gemeinsam mit ihrer Abgeordnetenkollegin Sabine Dittmar zum Thema „In Solidarität durch die Pandemie“ startet.
  • Am 19. März hält die Wahlkreisabgeordnete eine Telefonsprechstunde ab und ist von 10 bis 17 Uhr unter der Nummer 09604/931211 zu erreichen.
  • Bei einer weiteren digitalen Veranstaltung geht es am 30. März um 19 Uhr um das „Lieferkettengesetz und ein faires Miteinander weltweit“. Zu Gast bei der Videokonferenz ist MdB Dr. Bärbel Kofler.
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