20.03.2019 - 13:07 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

"Herz muss im Wind wackeln"

Gärtnermeister Robert Herl referiert in Mehlmeisel über den Garten im Frühjahr.

VHS-Geschäftsstellenleiterin Monika Prechtl bedankte sich bei Gärtnermeister Robert Herl für seine zahlreichen brauchbaren Ratschläge und kündigte gleich den nächsten Termin mit ihm an: den Sommer-Obstbaumschnitt am Samstag, 15. Juni, um 13 Uhr in der Waldhausstraße 52 in Mehlmeisel.
von Gisela KuhbandnerProfil

Zwei Stunden lang hat Gärtnermeister Robert Herl aus Kirchenthumbach, eingeladen vom örtlichen FGV und der Volkshochschule, rund um den Garten im Frühjahr referiert. Und noch immer konnten die Gäste nicht genug kriegen von seinem umfassenden Wissen, seinen mit viel Humor gewürzten und praktischen Beispielen unterlegten Infos.

Da ging es um Vorarbeiten im Glashaus, wie der Kompost aufgebaut und ausgebracht, welcher Kalk wie und wann angewendet wird, damit sich nicht ein altes Sprichwort bewahrheitet, das sagt, dass der Kalk die Väter reicher, die Söhne aber ärmer macht.

Die Besucher erfuhren, dass die Erdbeere "gehätschelt" werden, das heißt feucht und in Ruhe gelassen werden, will und sie - ebenso wie der Hopfen und der Wein - "jeden Tag ihren Herrn sehen wollen" . Der Gärtnermeister warnte davor, Tomaten und Salat zu tief einzupflanzen: "Das Herz muss im Wind wackeln."

Eine lange Liste mit Tipps hatte der Gärtnermeister parat: Besser früh gießen, statt abends, Buchs und Hecken schneiden, wenn's draußen trüb ist und vieles mehr. "Wissen Sie, wie man Ameisen vertreibt? Backpulver ist out - mit Pfeffer (aus der Mühle) und Zimt streuen verscheuchen Sie sogar die geflügelten."

Gar nichts hält der Kirchenthumbacher vom Hundertjährigen Kalender. "Dem liegen lediglich Wetteraufzeichnungen von Abt Mauritius Knauer aus sieben Jahren von 1652 bis 1659 zugrunde." Bezüglich der Vorhersagen verlässt sich der Gärtnermeister eher auf Lostage und Beobachten der Windrichtungen. Ob Gärtnern nach Mondphasen etwas bewirke, sei nicht erwiesen, sagt er.

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