06.03.2020 - 09:21 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Kulturraum Fichtelgebirge 4.0

Die Ergebnisse des Projekts sind im Fichtelgebirgsmuseum in Wunsiedel zu sehen.

Eine spannende Ausstellung ist im Fichtelgebirgsmuseum mit Ergebnissen des Projekts "Wer sind Wir" zu sehen.
von Gisela KuhbandnerProfil

Eine Besucherin sitzt auf einen Polstersessel in der „guten Stube“ und überlegt, was für sie besonders typisch ist für das Fichtelgebirge: „Ein großes Herz!“ schreibt sie auf einen bereitliegenden Notizzettel und steckt ihn in eine der zahlreichen Plastikhüllen an einer großen Wand. Ihre Gedanken befinden sich in guter Gesellschaft mit „Freunde“, „Geselligkeit und Zoigl“, "ein Lächeln verschenken“ oder „ein Brückenschlag nach Tschechien“ und vielen anderen – nachzulesen beziehungsweise zu ergänzen bei einem Besuch der spannenden multimedialen Ausstellung „Kulturraum Fichtelgebirge 4.0" im Fichtelgebirgsmuseum.

Das Projekt „Wer sind Wir“ - Kulturelle Diversität in der Region(algschichte) präsentiert hier zum Abschluss seine Ergebnisse. Mit acht Partnern und weiteren Akteuren war für zwei Jahre der kulturellen Vielfalt in der Region nachgespürt worden. Beteiligt hatten sich auch Studenten und Schüler der Bayreuther Uni und des Luisenburg-Gymnasiums, die ihre Eindrücke fotografisch festhielten. Mit der AWO Fichtelgebirge ging es auf Expeditionen in die Wohnzimmer unterschiedlicher Kulturkreise. Die Lebenshilfe Fichtelgebirge öffnete ein Pop-up-Inklusionscafé. Mit dem Förderverein Fichtelgebirge machte sich das Museum bei der Sommerlounge auf die Suche nach der „eigenen Kultur“, um nur einige der Gruppen zu nennen, die sich mit Ausstellungen und Aktionen am Projekt beteiligten.

Die Ergebnisse und Dokumentation dieses spannenden Projektes und die „Heimatstube 4.0“ sind auf einer Medienstation und anhand von Postern und anderen Inszenierungen attraktiv gestaltet und präsentieren eine Momentaufnahme der Fichtelgebirgskultur zum Zeitpunkt 2020.

Da geht es um Kultur und Konsum, um Kreativität, Soziales, Gesellschaft, um Herkunft, Dialekt und Sprache. Gegenstände auf Schautafeln zeigen auf, wie sich das Konsumverhalten geändert hat, was aus dem Haushalt verbannt wurde, dass – beispielsweise - die Tendenz weg von Einweg-, hin zu mehrmals befüllbaren Bechern geht oder, dass aus Reststoffen und Abfall Neues entsteht, neue innovative Produkte geschaffen werden, dass das Smartphone zum Universalgerät wird. Und: Fotos entwickelt heute kaum keiner mehr.

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