(gis) Das Herz hüpft, die Füße kribbeln, die Ohren staunen und der Alltag hat Pause: Es ist Tanzl- und Wirthausmusik-Zeit. Und genau dieser echten, handgemachten Musik haben sich jetzt „Hanni und die Nigl-Boum“ verschrieben. Die „Boum“ entstammen alle der Familie Pscherer, mit Hausnamen Nigl, der schon seit Generationen die Musik im Blut liegt: Was lag also näher, eine Familien-Musikgruppe zu gründen, zumal alle – auch Hanni – den Original Fichtelgebirgsmusikanten angehören, und hier schon seit langem beweisen, dass sie ihre Instrumente perfekt beherrschen. In der neu gegründeten Gruppe zupft OFM-Leiter Franz-Josef den Kontrabass. Sohn Valentin spielt Akkordeon, Sohn Franz-Julian bläst die Posaune, dessen Freundin Hanni König spielt das Flügelhorn, ebenso wie Franz-Josefs Bruder Werner. Dessen Sohn Max bläst die Trompete. „Doch die „Initialzündung“ unserer Gruppe verdanken wir eigentlich einem Zufall“ erzählt Franz-Josef. „Sie kam vom Chef der Hüttenbrauerei Wolfgang Nickl, der für sein Hüttenfest im vergangenen Jahr eine kleine Gruppe für den Sonntagnachmittag suchte, die gute, unaufdringliche Musik macht, bei der sich die Gäste auch noch ungestört unterhalten können“.
Der Funke sprang über, wurde vom Feuer zum Dauerbrenner und „Hanni und die Nigl-Boum“ haben sich bereits als Markenzeichen für gute Tanzl- und Wirtshausmusik herumgesprochen. Heute wird geprobt. Wer den Ohren nachgeht, kommt zum Gartenhaus der Familie Pscherer, wo alle an einem runden Tisch sitzen und spielen: Den „Gamsjägermarsch“, die „Munti-Polka“, einen „Boarischen “ zum Mitsingen, einen schmissiger Ländler, die schönsten Stücke landauf, landab und mittendrin. „ Wir brauchen nur sechs Stühle, keinen Verstärker, kein Kabel und keine Steckdose“ sagt Werner in einer Spielpause. Dafür aber ist viel ungekünstelte Spielfreude unüberhörbar – unüberhörbar auch, dass alle sechs Könner in der Musikbranche sind.
Wer ist der Chef, der Bestimmer? Das sind wir alle zusammen“ sind sich die Nigl-Boum einig und Hanni lacht: „Und ich mach ´halt einfach mit.“ Valentin, der Jüngste aus der Familie bringt erstmals in deren Geschichte ein Akkordeon als Basis-Instrument in die kleine Musikgruppe mit ein „Er ist unser Motor, wählt die Lieder aus. Ohne ihn, der schon bei vielen Festen als Alleinunterhalter Musik gemacht hat“ geht es nicht“ sagt sein Vater Franz-Josef, der sich um das „Drumherum“ und vor allem um die Termine kümmert.
„Hanni- und die Niglboum“ haben schon bei mehreren Ereignissen gespielt: bei Familien- und kirchlichen Festen, beim Adventskonzert in der Pfarrkirche und vielem mehr. Und am 17. Juni, werden sie beim Patronatsfest in Hüttstadl/Fichtelberg von 14 bis 17 Uhr aufspielen - mit Tanzl-Musik und allem, was die Gäste gerne hören.















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