24.05.2019 - 09:51 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Das meistverkaufte SUV der Welt

Viel Aufwand betreibt Honda, um sein großes SUV CR-V noch sparsamer zu machen. Dabei verzichten die Ingenieure sogar auf ein Getriebe.

Der große Honda CR-V (links) und das etwas kompaktere SUV HR-V gehen komplett überarbeitet an den Start. Im CR-V bieten die Japaner erstmals in Europa einen Hybridantrieb und sieben Sitzplätze an.
von Michael Ascherl Kontakt Profil

2,7 Millionen Mal hat sich des SUV im B-Segment (Konkurrenten: Kia Sorento, Hyundai Santa Fe) bislang verkauft. Diesel gibt es bei Honda für den CR-V nicht. Deshalb griffen die Japaner ganz tief in die Trickkiste. Sie machten den Wagen zum Hybrid, aber nicht so, wie man es kennt. Statt Benzin- und Elektromotor zu kombinieren, ist der Verbrenner im CR-V Hybrid vom Antriebsstrang (fast immer) abgekoppelt und dient dazu, einen 45-PS-Elektromotor mit frischer Energie zu versorgen. Der wiederum versorgt den zweiten, 184 PS starken, Elektroantrieb mit Leistung. Statt eines mechanischen Getriebes kümmert sich eine so genannte E-CVT-Übersetzung darum, dass immer genügend Drehmoment an die Räder geschickt wird. Viel Aufwand, die sich aber lohnen soll: Laut Honda kommt der CR-V ("Comfortable Runabout Vehicle") mit weniger als sechs Litern Super aus. Der CR-V Hybrid (immer 184 PS) kostet frontgetrieben in der günstigsten "Comfort"-Ausstattung 32 790 Euro. Am oberen Ende der Skala rangiert der "Executive" mit Allradantrieb für 44 290 Euro. Den ebenfalls komplett erneuerten CR-V mit 173 PS starken 1,5-Liter-Benziner bietet Honda ab 28 990 Euro an.

Beschaulich Reisen

Eine erste Ausfahrt mit dem Hybrid zeigt: Der CR-V bietet viel Platz, eine durchaus hochwertig wirkende Ausstattung im typisch japanischen Interieur mit recht kleinen Schaltern am Lenkrad und eher amerikanisch wirkender Armaturengrafik. Wer den großen Wagen behutsam bewegt, genießt die Ruhe und Lässigkeit der elektrischen Fortbewegung. Das Fehlern von Fahrstufen ist ungewohnt aber nichts störend. Nur selten koppelt die Technik nicht spürbar den Benziner direkt an die Räder; freilich meldet er sich akustisch immer dann, wenn er als Hilfsgenerator gefordert wird. Jede Menge Informationen über den jeweiligen Fahr- und Ladezustand sind im Display abrufbar. Die Höchstgeschwindigkeit für das 4,60 Meter lange SUV gibt der Hersteller mit 180 km/h an. Die erlaubte Anhängelast (gebremst) ist mit 750 Kilogramm sehr gering.

Wenn wir schon mal da sind, steigen wir auch noch in eine weitere Neuheit ein: in das trendige SUV HR-V und hier in die besonders dynamische Variante Sport mit 182 PS. Der 4,33 Meter lange Fünfsitzer macht richtig Laune, überrascht in der Top-Version im Innenraum mit schwarz-roten Farbakzenten und Stoff-Leder-Sitzen. Schwarz glänzende Spoiler und Schweller und 18-Zoll-Felgen sind außen die Hingucker. Was man nicht sieht: Die so genannten Performance Damper. Da sind mit der Karosserie verbundene Stabilisatoren, die Ruhe in den Aufbau bringen sollen und in Verbindung mit den doppelhubigen St0ßdämpfern für mehr Stabilität und eine insgesamt bessere Performance bei hohem Komfort sorgen, sagt Honda. Der günstigste HR-V mit 130 PS steht für 21 590 Euro in der Liste, der starke Turbo kostet ab 29 990 Euro.

Elektroauto zu reservieren

Bis 2025 wird Honda alle Neufahrzeuge mit elektrischem Antrieben anbieten - sei es als Hybrid, Plug-in-Hybrid oder rein batteriebetrieben. Dass es dem Hersteller damit ernst ist, zeigt der Kleinwagen "Honda e", der ab sofort reserviert werden kann und ab Frühjahr 2020 beim Händler steht. Er soll mit einer Ladung rund 200 Kilometer weit kommen

Honda CR-V
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Honda H-RV
Honda H-RV
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Honda SUV CRV (weiß) und HRV
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