„Mist, jetzt regnet es schon wieder!“ „Immer wenn ich es eilig habe, muss die Schlange so lang sein!“ „Was macht denn der da vorne? Hat der den Führerschein im Lotto gewonnen?“ „Meine Güte, jetzt ist der Rechner schon wieder abgestürzt!“ „Wieso hat denn der schon wieder so komisch geschaut? Der soll sich mal selber vor den Spiegel stellen …“
Na, heute auch schon geärgert? Über das schlechte Wetter vielleicht, die lange Wartezeit an der Supermarktkasse oder den Autofahrer vor Ihnen? Die Technik? Oder den arroganten Kollegen? Dann haben Sie vielleicht auch bemerkt: So ein paar Minuten Ärger können einem schon mal den ganzen Tag vermiesen.
Atmen Sie doch einmal richtig tief durch und fragen Sie sich: Ist es das tatsächlich wert? Lohnt es sich wirklich, sich über Lappalien aufzuregen? „Das Ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet, ohne anderen zu nützen“, schreibt Kurt Tucholsky. Da hat der gute Mann wohl recht. Doch Ärger und Wut sind nun einmal schwer zu kontrollierende Emotionen, die meist einfach so aus einem herausbrechen. Trotzdem können wir dafür sorgen, dass wir sie in Schach halten. Das sollte uns nicht nur unsere gute Laune, sondern auch unsere Gesundheit wert sein. Denn wer sich ständig ärgert, muss mit steigenden Blutfett- und Zuckerwerten rechnen. Die gute Nachricht ist: Mehr Gelassenheit kann man tatsächlich lernen. Atmen Sie Ihren Ärger doch einfach weg. Besonders effektiv ist die 4-6-8-Methode: Atmen Sie tief ein und zählen Sie dabei bis 4, halten Sie die Luft an und zählen Sie dabei bis 6 und atmen Sie aus und zählen Sie dabei bis 8. Wiederholen Sie die Übung anschließend noch mindestens viermal.
Und, sind Sie immer noch wütend? Sehen Sie, geht doch! Auch das altbekannte „Bis-10-Zählen“ hilft. Der Ärger ist dann zwar meist noch nicht ganz verraucht, aber Sie vermeiden damit vermutlich eine unnötige Kurzschlussreaktion.
Natürlich sollen Sie Ihren Ärger nicht einfach so herunterschlucken – aber ein Glas Wasser vielleicht. Wenn Sie dieses langsam austrinken, wird durch den Schluckreflex ein Teil des vegetativen Nervensystems gereizt: der sogenannte Parasympathikus, der auch als Erholungsnerv bezeichnet wird, weil er den Körper auf Ruhe und Erholung einstimmt. Versuchen Sie das doch beim nächsten Mal, wenn Sie gerade wieder versucht sind, an die Decke zu gehen. Auch meditieren, sich bewegen oder sich selbst zum Lachen bringen hilft.
Sie können es auch mit einer Partie „Mensch ärgere Dich nicht“ versuchen. Aber werden Sie bloß nicht wütend, wenn Sie verlieren … (ewa)













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