20.11.2019 - 10:35 Uhr
Michelfeld bei AuerbachOberpfalz

Geldregen für Kloster Michelfeld: Bund genehmigt zwölf Millionen Euro

Regens-Wagner kann jetzt mit Sanierung und Umbau des ehemaligen Benediktiner-Klosters Michelfeld loslegen. Denn der Bund dreht den Geldhahn auf: Zwölf Millionen Euro sollen als Förderung fließen.

An der Pforte wurde MdB Alois Karl (links) von Vertretern der Stiftung begrüßt.
von Externer BeitragProfil

"Die Zukunft der Stiftung ist mit der Zusage über zwölf Millionen Euro für das Projekt vom Bund gesichert", erklärt Bundestagsabgeordneter Alois Karl (CSU) laut einer Pressemitteilung. "Zugleich wird eines der kulturhistorisch bedeutsamsten Bauwerke meines Wahlkreises bewahrt."

Der Abgeordnete schaute der Presse-Info zufolge in strahlende Gesichter, als er den Bescheid aus Berlin in Michelfeld an die Vertreter der Stiftung überreichte. An der Pforte erwarteten ihn unter anderem Direktor Rainer Remmele, die Vorstandsmitglieder Gerhard Reile und Peter Miltenberger, Beiratsvorsitzender Otto Hieber und Auerbachs Bürgermeister Joachim Neuß. Dankbar sei er, sagte Rainer Remmele, nicht nur für die Millionen, die der Abgeordnete in Berlin locker machen konnte, sondern auch für die jahrelange Unterstützung durch den Abgeordneten. Zusammen mit seiner Kollegin Patricia Lips, so erläuterte Karl, sei es gelungen, in der 17-stündigen Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses, in der noch letzte Korrekturen festgeklopft wurden, in der Nacht zum 14. November diese Unterstützung für das Stiftungsprojekt durchzusetzen.

Das Kloster Michelfeld feiert Jubiläum

Auerbach
Alois Karl (Dritter von links) stieß mit Otto Hieber (rechts) Bürgermeiste Joachim Neuß (links) Rainer Remmele, Gerhard Reile und Peter Miltenberger auf ein Gelingen der Umbau- und Sanierungsarbeiten an.

Denkmal nationaler Bedeutung

Hilfreich sei dabei ein Besuch des Klosters zusammen mit Partricia Lips gewesen und die Aufnahme des Ensembles in die Liste der Denkmäler von nationaler Bedeutung. Das sei Generalkonservator Mathias Pfeil vom Landesamt für Denkmalpflege zu verdanken. Aber auch die Stiftung selbst habe mit einem außergewöhnlich klug formulierten Antrag einen wichtigen Teil zum Erfolg beigetragen.

Seit 2004, so Peter Miltenberger, habe man sich bei Regens-Wagner den Kopf darüber zerbrochen, ob eine Sanierung des betagten Gemäuers in vertretbarem finanziellen Rahmen machbar sei, oder ob man nicht doch lieber mit einem Neubau auf die grüne Wiese ausweichen solle. Nun seien alle Unwägbarkeiten beseitigt. Die Zusage aus Berlin schließe die große Finanzierungslücke. Das sei die beste Nachricht, die er sich zum Abschluss des Jubiläumsjahr zum 900-jährigen Bestehen des Klosters Michelfeld vorstellen habe können.

Insgesamt 37 Millionen Euro

Bis zum Jahr 2029 soll der Umbau abgeschlossen sein. Ein Teil des Klosters wird abgeschlossener Wohn- und Betreuungsbereich für die Klientel der Stiftung, ein Teil zugänglich und für öffentliche Nutzung bestimmt. Das freute besonders Bürgermeister Joachim Neuß. Denn die Stadt Auerbach schießt immerhin eine Million Euro zu. Schon dieses Jahr bekam Regens-Wagner für den denkmalpflegerischen Mehraufwand aus einem Denkmalschutzprogramm des Bundes 270 000 Euro. Für die folgenden Bauabschnitte bis 2029 wurden Bundesmittel von zwölf Millionen zugesagt. Die erste Charge von 130 000 Euro fließt 2020. Insgesamt werden dann direkte Bundesmittel von 12 270 000 Euro ausgezahlt. Dazu kommen noch indirekte Bundesmittel aus Programmen der Städtebauförderung. Somit beteiligt sich der Bund mit mehr als einem Drittel an den veranschlagten Gesamtkosten von 37 Millionen Euro.

Peter Miltenberger bedankte sich bei Alois Karl für seinen Einsatz mit einer Chronik des 900 Jahre alten Klosters.

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