Michldorf bei Leuchtenberg
19.08.2019 - 13:46 Uhr

Viel früher fertig

Baumaßnahmen laufen nicht immer problemlos. Bürgermeister Anton Kappl kann in seiner fünfjährigen Amtszeit schon das eine oder andere Lieder darüber singen. Aber es geht auch anders.

Am aufwendigen Durchlass der Luhe bespricht Bürgermeister Anton Kappl (links) mit Ingenieur Dietmar Hammerl (rechts) die weiteren Planungen. Alles läuft super. Bild: fz
Am aufwendigen Durchlass der Luhe bespricht Bürgermeister Anton Kappl (links) mit Ingenieur Dietmar Hammerl (rechts) die weiteren Planungen. Alles läuft super.

Die Trasse von Michldorf nach Kleinpoppenhof ist die größte Straßenbaumaßnahme der Marktgemeinde, solange sich Kappl erinnern kann. Hier läuft es wie geschmiert. 1,1 Kilometer marode Straße werden erneuert. Der Gemeindechef fand gute Partner, angefangen bei der Planung durch Ingenieur Dietmar Hammerl vom Büro Bamler in Vohenstrauß bis zur ausführenden Baufirma Dankerl aus Cham, die als wirtschaftlich günstigster Bieter den Zuschlag für 1,282 Millionen Euro erhielt. "Nebenkosten und die Entsorgung des Altmaterials werden da schon noch Einiges draufpacken", meint der Rathauschef.

Die Luhe verläuft unter der alten Straße mittels eines Wellblechdurchlasses. "Nun kommt der Akt, der von einer reinen Straßensanierung abweicht", verdeutlichten Kappl und Ingenieur Hammerl. Der Durchlass hätte einen Straßenbau nach umfangreichen Untersuchungen nicht ausgehalten. In einem Wasserrechtsverfahren wurde angeordnet, dass der Luhe-Bach per Notdurchlass umgeleitet wird. Dann wurde der alte Durchlass abgebaut und der 25 Meter lange Wellstahldurchlass neu eingebaut. So konnte die Luhe wieder in ihr altes Bett verlegt werden.

Zusätzlich galt es, zum Beispiel ein Kiesbett für Fische und Krebse anzulegen. Rein 200.000 Euro kostete der Straßendurchlass. Ohne diese Maßnahme hätte es keinen Neubau der Strecke gegeben, verdeutlicht Kappl. Dass diese Maßnahme mit bis zu 90 Prozent wie auch die gesamte Straßentrasse bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert wird, ist ein Trostpflaster für den Gemeindechef.

Dann wurden auf der Strecke in einer Tiefe von 65 Zentimetern 3500 Kubikmeter Erdmaterial in der Nähe zwischengelagert. Eine Beprobung wird die weitere Entsorgung regeln. Die Straßenentwässerung, die Durchlässe und die Grundstückseinfahrten sind bereits angepasst und mit dem Aufschottern hat man auch begonnen. 52 Zentimeter Frostschutz, 14 Zentimeter Bitumen-Tragschicht und 4 Zentimeter Deckschicht ist die Vorgabe.

Was Bürgermeister Kappl bei dieser Maßnahme ruhig schlafen lässt, ist das Zusammenspiel Planer und Baufirma. Laut Zeitplan wäre die Fertigstellung im Oktober vorgesehen. "Ich hatte mir erhofft, dass nach dem Beginn der Maßnahme im Juni gegen Ende September die Asphaltierung beginnt", sagte Kappl. Wie es nun aussieht, soll bereits ab 2. September die Deckschicht und nach einigen Tagen die Feinschicht aufgebracht werden. Danach fallen noch die Feinarbeiten wie etwa Bankette oder Zufahrten an. Bürgermeister Kappl plant auf jeden Fall noch für heuer einen Einweihungstermin.

 
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