03.07.2020 - 16:13 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Mitsubishi Space Star: Klavierlack-Optik und Carbon-Look

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Zur Raumfähre fehlt zwar noch ein beträchtliches Stück, aber unter den Kleinstwagen ist der Space Star ein Raum-Star. Und der Star im Hause Mitsubishi. Oberpfalz-Medien hat den Auto-Zwerg gefahren.

Mit frischem Design wartet der neue Mitsubishi Space Star auf. Auffällige Chromspangen flankieren das Kennzeichen.
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Der Blick auf die Zulassungsstatistik zeigt eine tolle Karriere. Im Mai war der Kleine mit dem Diamanten-Logo das meistverkaufte Fahrzeug auf dem Privatmarkt in Deutschland. Und im vergangenen Jahr avancierte der Space Star mit knapp 20 000 Einheiten zum beliebtesten Modell der Marke. Sicherlich auch ein Verdienst einer Preispolitik, die den City-Flitzer zu einem der günstigsten Kleinwagen hierzulande macht. Die Erfolgsstory allein über die Preisbrecher-Rolle definieren zu wollen, wird dem Space Star allerdings nicht gerecht.

Gut: Die aktuell dritte Generation ist dank eines Einführungsrabatts für rund 7000 Euro zu haben. Doch das gilt nur für Bestellungen bis zum 31. Juli, nur für den Einliter-Motor und nur für die Basisversion, die zwar elektrische Fensterheber oder Licht- und Regensensor an Bord hat, aber beispielsweise auf Klimaanlage und Radio verzichten muss und zum regulären Preis wohl nicht recht viele Interessenten finden würde.

Wohl aber unser Testwagen. Der ist jetzt zwar kein Schnäppchen mehr, punktet dafür aber auch mit einer Ausstattung, wie man sie eigentlich eher deutlich höherklassig suchen würde: Rückfahrkamera zum Beispiel, Abstandswarner, Smart-Link-Navigation mit Touchscreen und TomTom, das Digitalradio, MP3- und DVD-Funktionen kombiniert und das eigene Smartphone via Android Auto oder Apple CarPlay mit einbindet. Privacy Glass, Klimaanlage und Tempo-Automatik sind nur zwei der weiteren Merkmale.

In der Neuauflage ist der in Thailand gebaute Japaner deutlich erwachsener geworden. Ecken und Kanten statt feingeschliffener Rundungen sehen nicht nur markanter aus, lassen den Space Star aber selbstbewusst auf die Konkurrenz blicken. Vor allem mit dem sogenannten "Dynamic Shield", dem neuen Markengesicht, wie es schon die größeren Familienmitglieder wie Outlander und Co. tragen, ist der kleine Mitsubishi deutlich augenfälliger geworden. Klavierlack-Optik und Carbon-Look tun das Ihrige.

Auch in Sachen Antrieb macht unser Testwagen eine gute Figur. Der Dreizylinder knurrt zwar bauarttypisch etwas, wenn er getrieben wird, weiß sich aber ansonsten gut zu benehmen. Auch oben raus macht das kleine Aggregat nicht gleich schlapp, will aber fleißig geschaltet werden. Der Verbrauch geht in Ordnung. Federn und Dämpfer kommen mit den meisten Fahrbahnunebenheiten gut zurecht. Dabei ist der Space Star eh kein Kind der schnellen Fahrt, sondern empfiehlt sich mit einem Wendekreis von 9,20 Meter für die Stadt. Da bekommt das Attribut "wendig" die richtige Bedeutung.

Nichts zu bekritteln? Doch, aber Kleinigkeiten. Das nervige Piepsen des Abstandswarners im Stop-and-Go-Verkehr zum Beispiel. Oder dass die Stopp-Start-Automatik auch gleich noch den Scheibenwischer aktiviert, was gerade im Sommer zu unschönen Schlieren auf der Windschutzscheibe führt.

Alles in allem aber ist der Space Star ein durchaus schickes Auto geworden, eines mit Charakter. Und eines, das vom Preis her jede Überlegung wert ist.

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