09.07.2020 - 13:31 Uhr
MitterteichOberpfalz

Belange von Behinderten: Drei statt zwei Beauftragte in Mitterteich

Ab sofort kümmern sich in Mitterteich drei Beauftragte um die Belange von Menschen mit Handicap. Diesen Beschluss fasste jetzt der Stadtrat, nachdem es im Mai zunächst zu einem personellen Wechsel gekommen war.

Hildegard Betzl (rechts) kann sich auch weiter als städtische Behindertenbeauftragte einbringen. Ab sofort sind drei Personen zuständig. Der neue Stadtrat hatte im Mai Doris Scharnagl-Lindinger (links) im Amt bestätigt und neu Wolfgang Karbstein (WG Zukunft) berufen. Das Foto entstand noch in der alten Legislaturperiode bei einer Tagung.
von Udo Lanz Kontakt Profil

In seiner ersten Sitzung im Mai hatte der neue Stadtrat einstimmig die Beauftragten bis 2026 festgelegt, darunter auch die beiden Behindertenbeauftragten. Bis dahin waren dies Doris Scharnagl-Lindinger und Hildegard Betzl gewesen, beide ohne Stadtratsmandat. Scharnagl-Lindinger hat das Gremium zwar im Amt bestätigt. Weichen musste allerdings Hildegard Betzl, nachdem das neu gewählte Stadtratsmitglied Wolfgang Karbstein (Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich) für den Posten vorgeschlagen worden war. In der jüngsten Sitzung am vergangenen Montag griff Bürgermeister Stefan Grillmeier dieses Thema noch einmal auf.

Die städtischen Beauftragten wurden in der konstituierenden Sitzung festgelegt:

Mitterteich

Grillmeier erinnerte daran, dass sich Betzl seit 2008 eingebracht habe und vieles eingeführt habe. Sie sei quasi die "Mutter der Behindertenarbeit" in Mitterteich. Die Neubesetzung sei zunächst etwas untergegangen, weshalb er zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen habe. Mit dabei waren neben Hildegard Betzl auch Doris Scharnagl-Lindinger und Wolfgang Karbstein. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass sich alle drei in den Amt engagieren könnten. "Wir wollen sehen, ob das funktioniert." Geeignet seien sie alle: Doris Scharnagl-Lindinger als Rollstuhlfahrerin, Hildegard Betzl aufgrund eines Sohnes mit Behinderung und Wolfgang Karbstein mit seinen beruflichen Erfahrungen. "Wenn das Interesse an einem Ehrenamt da ist, sollten wir das auch honorieren."

Wolfgang Karbstein bedankte sich für das konstruktive Gespräch und bewertete es als positiv, wenn es in diesem Amt drei verschiedene Blickwinkel geben würde. In einem halben Jahr wolle man Bilanz ziehen. Auf die Zusammenarbeit freue er sich, so Karbstein.

Das vollzählig versammelte Gremium hatte nichts gegen die Umstellung auf eine Dreier-Besetzung einzuwenden, der Beschluss fiel einstimmig.

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