21.08.2019 - 16:12 Uhr
MitterteichOberpfalz

Energiesparen in der Eishalle

Wie lässt sich beim Betrieb der Eishalle noch mehr Energie einsparen als bisher? Antworten erhielt die Stadt Mitterteich nach einer Untersuchung durch das Energie-Technologische Zentrum (ETZ) Nordoberpfalz.

Das Günter Deinzer vom städtischen Bauamt, Tanja Schatz und Matthias Rösch vom ETZ Nordoberpfalz und Bürgermeister Roland Grillmeier (von links) bei der Vorstellung der Ergebnisse des „Energie-Coachings“.
von Externer BeitragProfil

Im Zuge eines "Energie-Coachings" für die Stadt rückte in den vergangenen Monaten auch die Eishalle ins Blickfeld. Möglich gemacht hat es ein kostenloses Energieberatungsangebot der bayerischen Staatsregierung für Kommunen. Die Energiecoaches Matthias Rösch und Tanja Schatz erarbeiteten nach einer detaillierten Begehung der Eishalle einen Katalog mit Verbesserungsmöglichkeiten bei der Gebäudetechnik.

Mit einem Energiecheck wurden Maßnahmen aufgezeigt, wie die bestehende Technik noch effizienter eingesetzt werden kann und wie Synergieeffekte auch im Zuge der geplanten Freibad-Sanierung besser genutzt werden können. So wird das Freibad nicht nur über den Anschluss an die nahe gelegene Biogasanlage mit Wärme versorgt. Über die Kältetechnik der Eishalle kann bei Bedarf zusätzlich Heizenergie für das Bad erzeugt werden. Nun entstand die Idee, mit der Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage in Zukunft umweltfreundlichen Strom für den Betrieb der Wärmepumpe der Eishalle zu liefern. Daneben sollen etwa veraltete Pumpen durch moderne hocheffiziente Modelle ausgetauscht werden, die sich an den momentanen Bedarf anpassen können und dadurch Energie sparen. Hinzu kommen weitere Energieeinsparpotenziale durch Änderungen an der Heizungs-, Lüftungs- und Kältetechnik.

Im Coaching wurde den Verantwortlichen auch die große Bandbreite an staatlichen Fördermöglichkeiten aufgezeigt. Bürgermeister Roland Grillmeier bewertete die Impulse durch die regionale Energieagentur ETZ als sehr hilfreich und vielversprechend. Auch das Format des Energiecoachings für Kommunen wurde gelobt. Die Stadt könne derartige Untersuchungen wegen des enormen Arbeitspensums und der Komplexität des Themas nicht alleine durchführen. Die Untersuchungen hätten auch gezeigt, dass beim Bau der Eishalle in den 90er Jahren das Thema Energiekosten noch eine geringere Rolle gespielt habe. Zwar habe man damals mit Wärmepumpen schon eine effiziente Technik eingesetzt, aber hier habe sich seitdem wieder viel zum Besseren verändert.

Grillmeier erinnerte daran, dass sich die Stadt seit Jahren um Einsparungen im Energiebereich bemühe. So wurde im vergangenen Jahr mit Hilfe von Förderprogrammen die gesamte Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Bei der Sanierung der Mehrzweckhalle habe man ebenfalls auf neue effizientere Anlagen gesetzt. Vorausschauend gedacht habe man auch beim Bau eines Hackschnitzelheizwerks beim Schulareal durch die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG). Mit der Nutzung der Abwärme einer Biogasanlage für Freibad und Eishalle setze man seit Jahren auf Nachhaltigkeit und regionale Wärmeversorgung.

Die Untersuchungsergebnisse des Energie-Technologischen Zentrums seien eine gute Grundlage für weitere Investitionen, so Grillmeier. Auch bei der Rathaus-Sanierung wolle man das ETZ zu Rate ziehen.

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