13.10.2020 - 13:38 Uhr
MitterteichOberpfalz

„Fantastische Handwerkskunst“ im Museum Mitterteich

Neben der bereits laufenden Präsentation "Ein Herz für Mitterteich" ist im Museum ab Freitag eine weitere Sonderausstellung zu sehen. Gezeigt wird "Fantastische Handwerkskunst".

Inge Flor, hier im Bild mit ihrem Ehemann Bert, zeigt ab Freitag, 16. Oktober, bis zum 17. Januar die Sonderausstellung „Fantastische Handwerkskunst“ im Museum Mitterteich. Über 60 Werke sind zu sehen.
von Josef RosnerProfil

Erst in der vergangenen Woche wurde im Museum Mitterteich die Ausstellung "Ein Herz für Mitterteich" zur Herzen-Aktion des BRK Mitterteich und des Jugendrotkreuzes eröffnet. Hinzu kommt nun die Sonderausstellung "Fantastische Handwerkskunst". Die gebürtige Ulmerin Inge Flor, die seit Oktober 2018 mit ihrem Ehemann Bert in Ebnath lebt, zeigt fantasievolle Skulpturen, Installationen, Bilder und Collagen. Am Donnerstag, 15. Oktober, wird die Ausstellung im kleinen Kreis mit geladenen Gästen eröffnet. Die Öffentlichkeit ist ab Freitag, 16. Oktober, willkommen. Zu sehen ist die Sonderausstellung bis zum 17. Januar.

Im Museum Mitterteich gibt es derzeit noch eine weitere Sonderausstellung

Mitterteich

"Für mich ist es ein Ritterschlag, wenn das Museum Mitterteich auf mich zukommt und fragt, ob ich meine Werke zeigen will", sagte Inge Flor am Rande der Aufbauarbeiten im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Es ist die erste Ausstellung, die sie im Landkreis Tirschenreuth präsentiert. Am Marktplatz in Ebnath hat sie ein eigenes Atelier namens "Kunstwerk", das werktags von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Ton, Holz, Stein und Eisen

Inge und Bert Flor zeigten sich erfreut, dass sie die Präsentation im Museum Mitterteich ganz nach eigenen Ideen und Wünschen aufbauen konnten. Die Ausstellung umfasst rund 60 Werke - alles in Handarbeit erstellte Unikate, wie die Künstlerin betonte. Im Mittelpunkt stehen Tonfiguren, die sich teilweise auch für den Außenbereich eignen. Seit 2004 arbeitet Inge Flor mit dem Werkstoff Ton. Gerne kombiniert sie das Geschaffene aus Ton mit Utensilien aus verschiedensten Materialien, darunter Holz, Stein und Eisen.

"Jedes Gesicht, jede Figur ist anders", informierte Inge Flor weiter. So zählen zu den Werken in Mitterteich eine große Weihnachtskrippe, die mit detailliert gestalteten Tonfiguren besticht, ein Segelboot und ein "Teuflischer Golderdäpfelpflüger", der aus einem alten Baumstamm entstand. Gerne verwendet die Künstlerin auch verbrannte und verkohlte Stämme. So entstand etwa eine Gruppe Krieger, die ebenfalls in Mitterteich präsentiert werden. Weitere Schmuckstücke sind "Die Badenden" und "Linda und Lilli".

Seit 30 Jahren künstlerisch tätig

Inge Flor berichtete, dass sie seit rund 30 Jahren in der Kunstszene tätig sei. Ihre Werke habe sie schon bei vielen Ausstellungen gezeigt, auch schon in New York, Dallas, San Francisco und Tokio. Nach längerer Zeit in Rosenheim ist das Ehepaar nun in Ebnath zu Hause, wo es die Ruhe genieße. Dort könnten sie von der Schnelligkeit und der Hektik das Alltags gut abschalten, wie Inge und Bert Flor verrieten.

Das Ehepaar will versuchen, während der Dauer der Ausstellung möglichst oft sonntags von 14 bis 17 Uhr im Museum anwesend zu sein. Das erste Mal werden die beiden am kommenden Sonntag, 18. Oktober, vor Ort sein. Die Kunstwerke können im Museum übrigens auch käuflich erworben werden. Jeweils zehn Prozent vom Verkaufserlös will das Künstlerehepaar dem Museum Mitterteich und einer gemeinnützigen Einrichtung zukommen lassen.

Aus verschiedensten Materialien entstand dieses Boot.
Künstlerin Inge Flor hat auch eine Weihnachtskrippe aufgebaut, deren Figuren aus Ton erstellt wurden und damit frostbeständig sind.
Im Museum Einzug gehalten hat auch Gruppe Krieger. Auffällig sind hierbei die Unterbauten aus Ästen.
Ein Teufelskopf aus Ton.
Zu bestaunen ist auch dieser Bulle.
"Linda und Lilli" heißen diese beiden Figuren.
Öffnungszeiten:

Öffnungszeiten

Geöffnet ist das Museum Mitterteich von Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, samstags von 9 bis 12 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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