27.12.2020 - 15:57 Uhr
MitterteichOberpfalz

Gottesdienst im Stadtpark in Mitterteich

Einen ungewöhnlichen Verlauf erlebten die Weihnachtsmessen in diesem Jahr in Mitterteich. So trafen sich die Katholiken diesmal auf der "Wiendlwiese".

von Josef RosnerProfil

Erstmals in der langen Geschichte der katholischen und evangelischen Christen in Mitterteich fand die Einstimmung auf das Weihnachtsfest an Heiligabend im Freien statt. Die Katholiken luden zum Wortgottesdienst in den Stadtpark "Wiendlwiese", die Evangelischen feierten vor der Christuskirche ebenfalls im Freien. Da konnte ein bisschen Regen auch nicht schaden.

Bereits an Heiligabend um 15.30 Uhr luden Kaplan Daniel Schmid und die Pfadfinder in den Stadtpark ein. Die Pfadfinder hatten im Vorfeld alles bestens vorbereitet, mit Trassierbändern wurden einzelne Zonen abgetrennt, wo die Familien mit ihren Kindern einen Platz fanden. Sogar an das Desinfizieren der Hände war gedacht. Leider verwandelte der zwar schwache aber dauerhafte Regen den Stadtpark bald in eine matschige Wiese, wo durchaus Vorsicht geboten war.

In Konnersreuth trugen Kinder der vierten Klasse am Therese-Neumann-Platz verschiedene Szenen der Weihnachtsgeschichte vor

Konnersreuth

Kaplan Daniel Schmid und Mesnerin Helga Weiß brachten den Besuchern die Geschichte der "Mitterteicher Krippenmaus" näher, die ganz nahe am Christkind war. Der Kaplan bezog die Kinder in seine Erzählung mit ein und fragte unter anderem, wer denn das Jesuskind in der Krippe besucht hatte. Daniel Schmid erinnerte, dass vor mehr als 2000 Jahren Jesus in einem Stall geboren wurde, keiner wollte ihm und seiner Familie eine Herberge geben. Im eigens aufgebauten, kleinen Zelt war sogar eine Krippe zu sehen, dargestellt von Kindern der Pfadfinder. Derweil wärmten sich die Besucher, unter ihnen auch Bürgermeister Stefan Grillmeier mit Familie, an den einzelnen Feuerstellen, die aufgebaut waren. Musikalisch wurde die Feier vom Evangelischen Posaunenchor umrahmt, auch ein Zeichen der herausragenden ökumenischen Zusammenarbeit in Mitterteich. Kurzum eine einfühlsame und gelungene Einstimmung auf den Heiligen Abend. Um 17 Uhr lud die Evangelische Kirchengemeinde zu einem Gottesdienst an der Christuskirche vor dem Gemeindehaus ein. Erneut sorgte der Evangelische Posaunenchor für weihnachtliche Klänge.

Im Mittelpunkt stand eine von Christine Schlenk nahezu lebensgroß aufgebaute Krippe aus Holzfiguren. Pfarrer Martin Schlenk erinnerte in seiner Kurzpredigt daran, dass durch die Geburt des Jesuskindes Licht in die Welt kam und nannte dies als das große Geheimnis des Weihnachtsfestes. "Jesus wurde als Licht der Welt geboren, um unsere Dunkelheiten zu erhellen", sagte der Pfarrer. Der knapp 30-minütige Gottesdienst wurde von rund 80 Gläubigen beider Konfessionen besucht. Bei beiden Gottesdiensten galt Mund- und Nasebedeckung, die strikt auch eingehalten wurde.

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