21.01.2020 - 11:43 Uhr
MitterteichOberpfalz

Mit guter Laune fällt vieles leichter

Riesigen Zuspruch fand das 2. Frauenfrühstück des Katholischen Frauenbundes Mitterteich: 110 Besucherinnen waren ins Josefsheim gekommen. Und dort gab es nicht nur ein großes Buffet, sondern auch einiges zu lachen.

Volles Haus am Samstagvormittag im Josefsheim: Mehr als 110 Frauen kamen zum 2. Frauenfrühstücks des Katholischen Frauenbunds Mitterteich.
von Josef RosnerProfil

Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr folgte am Samstag die zweite Auflage des Frauenfrühstücks durch den Katholischen Frauenbund. Vorsitzende Stilla Schuller strahlte übers ganze Gesicht angesichts der Resonanz. Neben dem Referenten, Pfarrer Sven Grillmeier, hieß sie unter den Gästen auch Stadtpfarrer Anton Witt und Kaplan Matthias Nowotny willkommen.

Gleich zu Beginn überraschten die Frauen Stadtpfarrer Anton Witt mit einem Ständchen, denn er hatte wenige Tage zuvor seinen 67. Geburtstag gefeiert. Das Büfett ließ dann keine Wünsche offen, sogar selbst gebackener Kuchen wurde angeboten. Nachdem sich die Damen und die wenigen Herren gestärkt hatten, ergriff Sven Grillmeier das Wort. Der gebürtige Waldershofer, der im oberfränkischen Kirchenlaibach wirkt, bezeichnete sich als "bekennender Nichtfrühstücker" und zeigte sich überwältigt vom starken Besuch. Damit habe er nicht gerechnet. "Freude am Glauben" lautete das Motto seines heiteren Vortrags. Mit seinem Humor und seinen Witzeinlagen wusste er das Publikum zu begeistern.

Glaube soll nicht verbittern

Gleich zu Beginn machte Grillmeier deutlich, dass der Glaube nicht verbittern, sondern gute Laune machen solle. Gleichzeitig forderte er zu einem Umdenken auf: "Es soll nicht heißen: ,Ich muss, sondern ich darf in die Kirche gehen, oder zum Rosenkranz, zur Andacht oder zum Frauenfrühstück.' Feste sollte man feiern, wie sie fallen. Glauben schenkt Freude."

Immer wieder garnierte Grillmeier seinen Vortrag mit Zitaten aus dem alten Testament. "Zieht die Tochter aus, zieht die Sorge aus", lautete ein Beispiel. Weiter zitierte er aus der Bibel: "Die Frau soll nicht die Rüstung des Mannes tragen und der Mann keine Kleider." Wenn man gut gelaunt durchs Leben gehe, falle vieles leichter, so Grillmeier. "Jesus Christus ist für uns Menschen gestorben - dann kann es gar nicht so finster werden", meinte der Referent. "Gestalten wir mit Freude im Herzen unser Leben", forderte er das Publikum auf.

"Für mich gibt es nichts Schöneres, als einen großen Gottesdienst zu feiern, da geht mir das Herz auf", verriet Sven Grillmeier. Als Beispiel nannte er die Christmette an Heiligabend. In seine Predigten streue er gerne die eine oder andere Nettigkeit ein. Einmal habe er darin berichtet, dass er verliebt sei - und sie nicht mehr die Jüngste sei. "Die Leute schauten ganz entsetzt, dabei meinte ich doch nur die Stadt Rom." Spürbar werde für Grillmeier die Freude am Glauben ganz besonders bei Besuchen in Wallfahrtsorten wie Rom, Lourdes oder Fatima. "Da beten Christen in ihrer jeweiligen Sprache und alle haben den gleichen befreienden Glauben. Es ist doch schön, wenn ich mit meinem Glauben in der ganzen Welt zu Hause bin", so Grillmeier. Über den Fasching sagte der Referent: "Ich mag den Fasching, ich bin sogar Hofkaplan in Niederbayern, wo ich vor Jahren einmal wirkte." Der Fasching sei dort besonders ausgeprägt, wo die meisten Menschen katholisch seien, etwa in Köln, Düsseldorf, Mainz und Aachen. "Da ist die Freude am Glauben daheim."

Vorfreude auf Sauerbraten

Ein weiteres Thema war das Essen. Pfarrer Grillmeier erinnerte daran, dass in der Fastenzeit eigentlich gefastet werden sollte, nur an den Hochfesten und an den Sonntagen dürfe ausgesetzt werden. "Sie können gar nicht glauben, wie ich mich auf den 19. März, den Josefitag, freue. Da steht in meinem Speiseplan Sauerbraten drin." Wichtig sei, so der Redner, dass die Feste eines Kirchenjahres gefeiert werden, wie sie fallen. Im Anschluss gab der Pfarrer einige Witze zum Besten, bis er ins Freie gerufen wurde: Sein Auto hatte eine Ausfahrerin behindert. Nachdem er in den Saal zurückgekehrt war, erheiterte er das Publikum mit dem zweiten Teil seines Vortrags. Am Ende bedankten sich die Zuhörerinnen mit tosendem Applaus bei Sven Grillmeier.

Pfarrer Sven Grillmeier zündete in seinem Vortrag „Freude am Glauben“ so manche Stimmungsrakete.
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