23.01.2020 - 21:50 Uhr
MitterteichOberpfalz

Junge Frau verarbeitet Emotionen in drei Gedichtbänden

Eine Autorin aus dem regionalen Bereich hatte der Arbeitskreis Literatur im Mehrgenerationenhaus Mitterteich zu Gast, Sabrina Müller, Jahrgang 1985. Ihre Gedichte handeln von Leid, Glück und Zufriedenheit.

Monika Beer-Helm bedankte sich mit einem kleinen Geschenk bei Autorin Sabrina Müller.

Sabrina Müller ist gebürtige Mitterteicherin und wohnt jetzt in Tirschenreuth. In ihren Texten war viel Philosophisches zu hören, aber auch Negatives und sehr viel Positives. Alle diese Emotionen hat sie in drei Gedichtbänden festgehalten. Sie sind im Eigenverlag erschienen und können von der Autorin erworben werden.

Für den verhinderten Leiter des Arbeitskreises Karl Haberkorn begrüßte Monika Beer-Helm die zahlreichen Zuhörer. Für die musikalische Untermalung des Abends sorgte Reinhard Summer. Die junge Autorin erzählte, dass sie zunächst mit Geburtstagsgedichten oder mit Gedichten zu besonderen Anlässen angefangen habe.

Ihre angeschlagene Psyche veranlasste sie, ihre Probleme in Gedichte zu fassen. Und es ging ihr anfangs sehr schlecht. Sie habe einiges durchgemacht. Deshalb war ihr erster Gedicht-Beitrag auch mit "Der Teufel" überschrieben. Hervorragend in Reimform verpackt, gelang es ihr, diese Situation wiederzugeben. Die Zuhörer lauschten ergriffen.

"Nur eine Maske"

Reinhard Summer sorgte bei der Autorenlesung für musikalische Unterhaltung.

Und weiter erzählte sie von den Besonderheiten ihres Lebens und alle ihre Emotionen flossen in ihre zahlreichen Gedichte. "Auch wenn alles passte, ich trug nur eine Maske", war eine ihre weiteren Lebenserfahrungen. Die Zuhörer mussten gleichsam miterleben, was die junge Frau durchgemacht hatte.

Nach einer kurzen Pause ging die Autorin in den positiven Bereich ihres Lebens und ihres Schaffens über. Vor allem wenn es ihr gut gehe, so berichtete sie, dann sinne sie nach über das Wetter und den Wind. Vor allem erzähle der Wind Geschichten. Man müsse nur hinhören. Auch die Stille und die Zeit hätten etwas Besonderes. Man müsse ihnen nur Platz im Leben geben.

Im zweiten Teil des Abends gab sie den Zuhörern einen Einblick in ihr persönliches Leben. Sie liebe Tiere, Vögel und vor allem ihre eigene Katze. Der hatte sie ein eigenes Gedicht gewidmet: "Hallo Katze". Auch in der Dialektdichtung hat sich Autorin Müller versucht. Ihrer Heimatstadt Tirschenreuth hat sie ein eigenes Gedicht gewidmet: "Tirschenreith dort verbring' ich gern mehr mei Zeit ..."

"Dumm- und Dümmer-Fraktion"

Bevor sie den Abend mit dem Gedicht "Du und ich wir sind wertvoll" beendete, konnte sie sich nicht verkneifen, die "Facebook-Generation" zu kritisieren, die sie eine "Dumm- und Dümmer-Fraktion" nannte, die so viel Unsinn produziere. Der Abend, der sowohl schwere als auch leichte Kost bot, wurde dann gemeinsam mit dem Lied "Die Gedanken sind frei" beendet. Anhaltender Applaus war Sabrina Müller sicher.

Monika Beer-Helm wies noch darauf hin, dass der nächste literarische Treff am 16. März wieder im Mehrgenerationenhaus stattfindet. Dann ist die Autorin Ann-Maria Gleißner eingeladen.

Autorin Sabrina Müller ließ in ihren Gedichten die zahlreichen Zuhörer in an ihrem aufregenden Leben teilhaben.
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