26.01.2020 - 11:41 Uhr
MitterteichOberpfalz

Kreativität liegt in der Familie

Mindestens so viele Gäste wie kürzlich beim Besuch des Bischofs waren bei der Vernissage der Künstlerfamilie Dick im Porzellanmuseum. Nach der traditionellen Krippenschau der Schnitzer steht jetzt ganz andere Kunst im Fokus.

von Ulla Britta BaumerProfil

Fast kein Plätzchen mehr frei war am Donnerstagabend im Ausstellungsraum des Porzellanmuseums. Inge und Carsten Dick hatten gemeinsam mit den Söhnen Moses und Levi zur Kunstausstellung eingeladen und damit das Interesse von über 100 Gästen geweckt. Kein Wunder, schließlich gibt es nicht alle Tage das kreative Werk einer ganzen Familie zu bewundern.

Gut 60 Exponate zeigen die Dicks nun bis April. Bei der Vernissage waren Inge Dicks Lehrer- und Künstlerkollegen ebenso vertreten wie Leute aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Natürlich durften die Freunde und Bekannten nicht fehlen. Auch Bürgermeister Toni Dutz hatte sich Zeit genommen und kam mit einer Abordnung aus Wiesau, denn Inge Dick ist an der dortigen Grundschule Rektorin. Bürgermeister Roland Grillmeier freute sich, dass die Mitterteicher Familie Dick genau zehn Jahre nach der Eröffnung des Porzellanmuseums hier eine derart reichhaltige Kunstausstellung zeigt. Er nutzte die Gelegenheit, über die Anfänge zu plaudern und das bewährte Museumsteam für zehn Jahre Mitarbeit vor großem Publikum zu ehren (Bericht folgt).

Mit Rockmusik von Musiker Peter Geyer wurde die Vernissage zur beschwingten Veranstaltung, bei der es jede Menge über Kunst und die individuellen Ideen der Generationen zu reden gab. Manfred Knedlik, Literaturhistoriker und ein Freund der Familie Dick, sprach davon, dass hier die künstlerischen Gene an die Söhne weitergegeben worden seien.

Dennoch erkenne man an den Werken deutlich die Eigenheiten, unterschiedlichen Charaktere und Stilrichtungen von Inge, Carsten, Levi und Moses. Knedlik stellte alle vier Familienmitglieder persönlich vor. So arbeite Moses mit Holz, während sein Bruder Levi nun seine künstlerische Ausbildung in der Berufsfachschule für Produktdesign in Selb vervollständige.

Inge Dick war sichtlich überwältigt von dem großen Gästeaufgebot. Sie lud die Anwesenden ein, sich mit den Kunstwerken auseinanderzusetzen. Zum Ausstellungstitel "Sehnsucht" meinte sie, dies entspringe der "Sucht", hinter die Dinge zu sehen und dies in einer eigenen, künstlerischen Form auszudrücken. In den Werken stecke eine unglaubliche Menge an Emotionen. "Versuchen Sie, hinter die Fassaden zu blicken", lud die Künstlerin die Besucher ein, die Bilder und Skulpturen von der eigenen Sichtweise aus zu betrachten. Die Ausstellung dauert bis 13. April und kann zu den üblichen Öffnungszeiten des Porzellanmuseums besichtigt werden: Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag von 9 bis 12 Uhr und Sonntag 14 bis 17 Uhr.

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