14.01.2019 - 10:21 Uhr
MitterteichOberpfalz

Von Magie und Frieden

Viel Lob verteilt MdL Tobias Reiß beim Neujahrsempfang im Josefsheim an die Stadt Mitterteich, die dort ansässigen Firmen und Institutionen sowie deren Mitarbeiter und engagierte Bürger. Für Letztere gibt es wiederum Ehrungen von der Stadt.

Jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in den Vereinen würdigt die Stadt Mitterteich beim Neujahrsempfang. Im Bild (von links) Bürgermeister Roland Grillmeier, Oliver Lipfert, Peter Röder, Johannes Meierhöfer, Theo Meierhöfer, Josef Schwägerl und zweiten Bürgermeister Stefan Grillmeier.
von Josef RosnerProfil

Von einer "Stadt der Magie" sprach Tobias Reiß beim Empfang im Josefsheim und nahm damit Bezug auf einen jüngsten Artikel der Oberpfalz-Medien über die Glasherstellung bei Schott.

Reiß betonte, dass es sich aber nicht um Zauberei handle: "Hier sind viele fleißige Leute mit viel Erfahrung und harter Arbeit am Werk. Und wenn jetzt dann auch noch künstliche maschinelle Intelligenz dazu kommt ...".

"Motor des Stiftlands"

MdL Tobias Reiß dankte für das herausragende ehrenamtliche Engagement in der Stadt und pflichtete Bürgermeister Roland Grillmeier bei, der von einem neuen Selbstbewusstsein der Region gesprochen hatte. Reiß bezeichnete Mitterteich als "Motor des Stiftlands", gemeinsam mit Tirschenreuth, Waldsassen und Wiesau. Überhaupt sah Reiß den Wettbewerb der Kommunen um bessere Ideen als Chance für die ganze Region an. Der Landtagsabgeordnete verwies auf über 20.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Landkreis, wobei die besagten Kommunen einen großen Anteil daran hätten. Weiter erinnerte Reiß daran, dass Mitterteich eine soziale Stadt sei, wobei er insbesondere der Mitterteicher Tafel für ihre wertvolle Arbeit dankte. Ebenso gab er zu bedenken, dass Mitterteich eine Beispielkommune für Inklusion sei und die Stiftlandwerkstätten laufend erweiterten. Auch Letztere seien ein Beispiel für den Aufschwung der Region. Diese dürfe zurecht selbstbewusst sein. "Ich hoffe, es geht mit dieser Dynamik und diesem Elan so weiter."

Die Neujahrswünsche der beiden christlichen Kirchen entbot Stadtpfarrer Anton Witt, der vor allem zum Frieden aufrief. "Wäre dieser Aufruf nicht so wichtig und richtig, müsste er nicht dauernd wiederholt werden." Und weiter: "Wer Jesus aufnimmt, der nimmt zugleich den Frieden Gottes auf. Das ist der Kern der Weihnachtsbotschaft." Kritisch ging der Geistliche mit der großen Politik um. Ohne den US-Präsidenten beim Namen zu nennen, beklagte Pfarrer Anton Witt, "... dass ein Ober-Egoist Schritt für Schritt nicht nur Arbeitsplätze ruiniert, sondern auch die Menschen und den Frieden." Politiker bräuchten den heiligen Geist für ihren weltweiten Blick und ihre Verantwortung gegenüber den Menschen, so Witt. "Sie müssen Gott und die Zukunft im Auge behalten. Ich wünsche uns allen, dass der heilige Geist uns Weitblick und Frieden schenkt."

Hier geht's zum ersten Bericht über den Neujahrsempfang.

Mitterteich

Jahrzehntelanger Einsatz

Bürgermeister Roland Grillmeier ehrte schließlich Bürger, die sich lange Zeit im Ehrenamt verdient gemacht haben. Sie erhielten jeweils die Schrems-Medaille und eine Urkunde. Ausgezeichnet wurden Josef Schwägerl (18 Jahre lang Vorsitzender der Feuerwehr Pechofen), Wolfgang Ernstberger (31 Jahre lang Vorsitzender des Minigolfclubs Mitterteich-Großbüchlberg), Peter Röder (30 Jahre lang Kassier des Obst- und Gartenbauvereins), Johann Meierhöfer (24 Jahre lang Vorsitzender der Feuerwehr Großensterz) und Theo Meierhöfer (33 Jahre lang Schriftführer der Feuerwehr Großensterz).

Stadtkapellen-Dirigent Oliver Lipfert bekam die Ehrennadel des Landkreises in Silber für jahrzehntelange Verdienste im kulturellen Bereich. Lipfert war bei der Landkreisehrung im vergangenen Jahr verhindert gewesen. Mit der Bayernhymne und dem Deutschlandlied endete der Neujahrsempfang.

MdL Tobias Reiß als Festredner beim Mitterteicher Neujahrsempfang.
Stadtpfarrer Anton Witt regt mit seinen Worten zum Nachdenken an.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.