23.12.2020 - 16:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Neuer Behindertenparkplatz in Mitterteich: Mehrheit für Variante II

Zwischen dem Schmiedbrunnen und dem Hankerlbrunnen am Unteren Markt in Mitterteich entsteht ein neuer Behindertenparkplatz. Diesen Beschluss fasste jetzt der Stadtrat. Zwei andere Varianten wurden verworfen.

Die Variante II hat sich am Ende durchgesetzt: Im Bereich zwischen Schmiedbrunnen und Hankerlbrunnen am Unteren Markt, wo derzeit noch Fahrradständer stehen, wird ein weiterer Behindertenparkplatz geschaffen.
von Josef RosnerProfil

Die Schaffung eines Behindertenparkplatzes am Unteren Markt war vor der jüngsten Stadtratssitzung bereits ein Thema im Bauausschuss gewesen. Drei Möglichkeiten waren dabei genannt worden: Die vonseiten der Behindertenbeauftragten seit langem geforderte Variante I direkt an der Häuserzeile beim Anwesen Unterer Markt 15, die Variante II im Bereich zwischen Schmiedbrunnen und Hankerlbrunnen sowie die Variante III weiter oben in diesem Bereich vor der ersten Stufe. Nun stand die Abstimmung dazu an, allerdings erst nach einer weiteren Diskussion.

Im Bauausschuss war über das Thema bereits zuvor diskutiert worden

Mitterteich

Bürgermeister Stefan Grillmeier erinnerte eingangs an die Ortsbegehung des Bauausschusses. Er sah in Variante II eine Kompromisslösung und stellte die Nähe zur Bücherei, zum Einzelhandel und zur Gastronomie heraus. Durch den Rückbau des Fahrradständers in dem Bereich gäbe es dort viel Platz.

Josef Schwägerl (CSU) stimmte dem Bürgermeister zu. "Variante II ist die bestmögliche Lösung, eine Ideallösung gibt es nicht. Die Variante III sei zu abgelegen, so Schwägerl. Gerhard Greim (SPD) sprach sich erneut für Variante II aus. Dort gebe es viel Raum zum Ein- und Aussteigen. Greim regte an, auch einen Weg zur Häuserzeile zu schaffen - mit einem Belag, der für Rollstühle und Rollatoren geeignet ist.

Wolfgang Karbstein betonte, dass er in Personalunion sowohl als Behindertenbeauftragter als auch als Mitglied der Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich spreche. "Ich vertrete meine Meinung, bei uns gibt es keinen Fraktionszwang", sagte Karbstein. Vehement wehrte er sich auch gegen den möglicherweise entstandenen Eindruck, die Situation der ansässigen Geschäftsleute verschlechtern zu wollen.

In der Praxis erprobt

Aus Sicht der drei Behindertenbeauftragten sei Variante I die beste, so Karbstein. Als Grund nannte er die gute Lage an der Häuserzeile sowie die Möglichkeit, von dort aus gleich den glatteren Belag nutzen zu können. Variante II sei dagegen völlig ungeeignet. Behindertenbeauftragte Doris Scharnagl-Lindinger habe Variante II in der Praxis erprobt und als zu gefährlich eingestuft, auch weil es quer über den Platz gehe und dort auch Autos unterwegs seien. Das Geld für einen solchen Umbau könne man sich sparen, so Karbstein. Als mögliche Kompromisslösung nannte er Variante III.

Klaus Schuller (Freie Wähler) machte für seine Fraktion deutlich: "Uns gefällt Variante III am besten. Zwar ist der Weg etwas länger, aber es gibt mehr Vorteile." Zweiter Bürgermeister Johann Brandl (SPD) sagte, dass die Varianten I und III aus seiner Sicht durchfielen. Auch er setzte sich dafür ein, Variante II um einen geeigneten Weg zur Häuserzeile zu ergänzen. "Für mich ist Variante II beim Schmiedbrunnen alternativlos", so Brandl.

Gerade noch beschlussfähig

Am Ende votierte die Mehrheit aus CSU und SPD inklusive Bürgermeister Stefan Grillmeier (insgesamt neun Stimmen) für Variante II. Mit nur zehn anwesenden Stadträten und dem Bürgermeister war das Gremium gerade noch beschlussfähig.

Ein weiteres Thema war die 2. Änderung des Bebauungsplans mit integrierter Grünordnung für das Baugebiet "Griesäcker" in Pleußen. Anfang Dezember war dieses Thema vertagt worden, weil Unterlagen nicht rechtzeitig eingegangen waren. Bürgermeister Stefan Grillmeier sprach von einem rein formellen Akt. Die vorliegenden Stellungnahmen wurden eingearbeitet, der Stadtrat stimmte den Änderungsvorschlägen einstimmig zu. Nun folgt die öffentliche Auslegung.

Ebenfalls einstimmig genehmigt wurde der Neubau von Garagen in der Porzellinerstraße durch einen Investor. "Bedarf ist vorhanden", sagte Bürgermeister Grillmeier.

 

 

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