14.10.2020 - 12:26 Uhr
MitterteichOberpfalz

Schützengesellschaft Mitterteich wählt Hälfte der Vorstandsriege neu

Mit Matthias Wiendl als Landesschützenkönig hat die Königlich-privilegierte Schützengesellschaft Mitterteich ein Aushängeschild in ihren Reihen. Dafür gibt es in einem anderem Bereich seit Jahren Nachholbedarf.

Die Hälfte der Vorstandsriege der Königlich-privilegierten Schützengesellschaft Mitterteich ist neu: (von links) Ernst Hampel, Bürgermeister Stefan Grillmeier, Leonhard Grillmeier, Josef Wurdack, Gauschützenmeister Manfred Zölch, Schützenmeister Wolfgang Friedl und Stadtverbandsvorsitzender Peter Haibach.
von Josef RosnerProfil

„Das Jahr 2019 war hauptsächlich von zwei Ereignissen geprägt“, sagte Schützenmeister Wolfgang Friedl. Damit meinte er den Erfolg von Matthias Wiendl als Landesschützenkönig und die energetische Ertüchtigung des Aufenthaltsraumes im Schützenheim. Im sportlichen Bereich nahmen acht Mannschaften an verschiedenen Wettbewerben teil. Dies waren fünf Gewehrschützen und 26 Pistolenschützen. Friedl sprach von einem Mitterteicher Phänomen, dass weitaus mehr Pistolen- als Gewehrschützen aktiv seien. Seit 20 Jahren sei kein einziger Gewehrschütze mehr zum Verein gekommen, bedauerte er.

Weiter erinnerte der Schützenmeister an eine Reihe von Arbeitseinsätzen in und rund ums Schützenheim. Als größtes Projekt bezeichnete er die Sanierung des Aufenthaltsraums. Dank galt allen Helfern und Mitarbeitern. Schon jetzt sei dadurch eine deutliche Energieeinsparung zu bemerken.

Finanziell ohne Sorgen

Als Krönung im vergangenen Jahr nannte der Redner die Regentschaft von Matthias Wiendl als Landesschützenkönig. Friedl sprach von einem einmaligen Erlebnis für alle, die dabei waren. Zufrieden zeigte er sich mit dem Besuch der sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen. Auch finanziell stünden die Schützen gut da, trotz Ausgaben im fünfstelligen Bereich bei der Sanierung des Aufenthaltsraumes.

Böllerkommandant Dieter Franke berichtete vom Anböllern zu Neujahr und des Mitterteicher Gaudiwurms. Mit dabei war seine Truppe unter anderem auch bei der Gauproklamation in Waldsassen und diversen Feiern. Ein zweitägiger Böllerlehrgang in Mitterteich rundete das Jahr ab.

Laut Damenleiterin Petra Franke berichtete von der Teilnahme am Classic-Cup in Pettstadt. Am Adventskalenderschießen beteiligten sich elf Damen, den ersten Platz belegte Christine Mörtl-Wurdack.

Die Neuwahlen ergaben folgendes Bild: Zweiter Schützenmeister bleibt Josef Wurdack, Schriftführer Ernst Hampel. Stellvertretender Schatzmeister ist Leonhard Grillmeier, Jugendleiter Philipp Roscher (neu). Den Gesellschaftsausschuss bilden Dieter Franke, Bernhard Friedl, Petra Franke, Klaus Weigl, Albert Fischer, Christian Schneider, Philipp Roscher und Christine Mörtl-Wurdack. Kassenrevisor bleibt Klaus Schmid.

Kinder zahlen weniger

Im Anschluss wurden die Mitgliedsbeiträge für Schüler und Kinder neu gestaffelt. Schüler von 12 bis 14 Jahre bezahlen weiter einen Jahresbeitrag von 20 Euro, Kinder bis elf Jahren nur noch 12 Euro (bislang auch 20 Euro).

Bürgermeister Stefan Grillmeier und Stadtverbandsvorsitzender Peter Haibach dankten den Schützen für ein arbeitsreiches Jahr. Der Bürgermeister erinnerte an das Amtsjahr des Landesschützenkönig Matthias Wiedl, der mit einem Empfang durch die Stadt geehrt wurde. Gauschützenmeister Manfred Zölch zeigte sich stark beeindruckt und nannte die Anzahl der Pistolenschützen gigantisch. Zum Schluss der Jahresversammlung erinnerte Karl Krasser junior an die einjährige Regentschaft von Landesschützenkönig Matthias Wiendl in Wort und Bild.

Die Schützen in Mitterteich planen den Bau einer neuen Schießhalle

Mitterteich
Albert Fischer (Mitte) ist neues Ehrenmitglied der Königlich-privilegierten Schützengesellschaft Mitterteich. Dazu gratulierten Schützenmeister Wolfgang Friedl (rechts) und Bürgermeister Stefan Grillmeier.
Hintergrund:

Albert Fischer neues Ehrenmitglied

Zum neuen Ehrenmitglied ernannte die Königlich-privilegierte Schützengesellschaft Mitterteich Albert Fischer, der seit 48 Jahren Mitglied im Verein ist. Schützenmeister Wolfgang Friedl erinnerte daran, dass Fischer immer der Erste und meistens der Letzte der Luftgewehrschützen im Schützenheim sei. „Er ist immer da, wenn er gebraucht wird. Gefragt ist vor allem sein handwerkliches Können. Unser Albert ist top, mehr gibt es nicht zu sagen“, sagte Friedl, ehe er die Ehrenurkunde zur Ehrenmitgliedschaft überreichte.

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