08.11.2019 - 20:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Spannung im Wahlkampf

Drei Kandidaten gehen in Mitterteich ins Rennen um die Nachfolge von Bürgermeister Roland Grillmeier - und vielleicht kommt noch ein vierter Bewerber hinzu. Das verspricht Spannung, meint Redakteur Udo Lanz.

An wen wird Bürgermeister Roland Grillmeier nach der Kommunalwahl 2020 seine Amtskette weiterreichen? Inzwischen gibt es bereits drei Kandidaten, die seine Nachfolge antreten wollen - und vielleicht kommt sogar noch ein vierter Bewerber hinzu.
von Udo Lanz Kontakt Profil
Kommentar

Jetzt sind es also schon drei Kandidaten, die Roland Grillmeier als Rathauschef in Mitterteich beerben wollen. Und damit kommt so richtig Spannung ins Rennen - etwas, das viele bis vor Kurzem noch nicht für möglich gehalten hatten.

Mit Stefan Grillmeier (CSU), Johann Brandl (SPD) und Bernhard Thoma (Freie Wähler) gibt es Bewerber aus allen drei Stadtratsfraktionen. Noch dazu sind sie alle Kommunalpolitiker mit langjähriger Erfahrung und umfangreichen Kenntnissen über städtische Einrichtungen, Finanzen, Projekte und Planungen.

Inwieweit sie am Ende ihre Lager hinter sich bringen und jenseits der Parteigrenzen punkten können, wird sich zeigen. Eine absolute Mehrheit für einen Kandidaten im ersten Durchgang dürfte aber eher unwahrscheinlich sein. Und eine Stichwahl hat bekanntlich ihre eigenen Gesetze.

Dass SPD-Mann Johann Brandl 2008 und 2014 deutlich gegen CSU-Bürgermeister Roland Grillmeier verloren hat, ist kein geeigneter Indikator für die Zukunft. Denn wer gegen einen beliebten Amtsinhaber antritt, hat es immer schwer. Die Situation ist nun eine völlig andere.

Noch mehr Spannung und vielleicht sogar eine ordentliche Prise Würze könnte ein Quereinsteiger in den Wahlkampf bringen, der seit Monaten als möglicher Kandidat gehandelt wird. Noch immer ist unklar, ob es sich um ernsthafte Ambitionen handelt oder nicht.

Schaden würden ein unkonventioneller vierter Kandidat und eine parteiunabhängige Liste jedenfalls nicht. Vielleicht würde dann nicht nur im Wahlkampf, sondern auch in den nächsten sechs Jahren im Stadtrat wieder öfter opponiert und dadurch wieder mehr diskutiert.

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