02.03.2021 - 16:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Spatenstich für hochmodernes Feuerwehrhaus bei Schott in Mitterteich

Mit Platz für 80 Kameraden und drei Fahrzeuge entsteht ein neues Feuerwehrhaus auf dem Werksgelände der Schott AG in Mitterteich. Rund zwei Millionen Euro investiert der Konzern in das Projekt. Am Montag erfolgte der offizielle Spatenstich.

Zum Spatenstich bei bestem Wetter waren neben Schott-Standortleiter Stefan Rosner (Sechster von links) unter anderem auch Bürgermeister Stefan Grillmeier (Sechster von rechts) und Gerhard Völker (Fünfter von rechts) von der Baufirma Kassecker gekommen.
von Externer BeitragProfil

Große Brenner, Gasleitungen, flüssiges Glas - das Geschäft von Schott ist von Natur aus feurig. In Mitterteich werden jährlich zigtausende Tonnen Sand zu Glas verschmolzen. Riskant darf das trotzdem nicht sein, nicht für die Mitarbeiter und nicht für die Anwohner. Schott leistet sich deshalb seit 1911 den freiwilligen Luxus einer Werkfeuerwehr. Diese erhält nun ein neues Domizil.

Die Mannschaftsstärke der Werkfeuerwehr wird gerade von einst 30 auf bald 80 Feuerwehrler angehoben, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Rund um die Uhr ist mindestens eine Löschgruppe im Werk, denn die Feuerwehrkollegen rekrutieren sich aus dem Schichtdienst und den Serviceabteilungen im Glaswerk. Das freiwillige Zusatzengagement vieler Schott-Mitarbeiter wolle Standortleiter Stefan Rosner mit der bestmöglichen Ausrüstung quittieren: "Hier wird ein lange gehegter Wunsch Wirklichkeit: Mit dem Neubau eines hochmodernen Feuerwehrhauses schafft Schott die optimale Zentrale für Ausbildung und Ausrüstung. Hier entsteht eines der modernsten Feuerwehrhäuser im Landkreis. Wir investieren zudem massiv in das Thema Brandschutz. Es fließt ein zweistelliger Millionenbetrag."

Keine Alarmierung per Sirene

Das neue Feuerwehrhaus wird am westlichen Rand des Werks gebaut, ist aber nur über das Schott-Gelände erreichbar. Damit werde es bei den Nachbarn so ruhig wie vorher bleiben, wie es vonseiten des Unternehmens heißt. Auch eine Sirene brauche das Gebäude nicht, alarmiert werde im Einsatzfall über digitale Pager.

"Hier entsteht eines der modernsten Feuerwehrhäuser im Landkreis."

Schott-Standortleiter Stefan Rosner

Auf rund 700 Quadratmetern bietet der Neubau Platz für 80 persönliche Schutzausrüstungen, Schulungsräume und drei Fahrzeuge. Eines davon wird nagelneu sein: Ein Löschfahrzeug mit Wassertank, das speziell auf die Anforderungen von Schott zugeschnitten ist. Das alleine kostet rund 350 000 Euro. Grundsätzlich würden alle Kosten ausschließlich vom Konzern getragen - öffentliche Fördergelder, die den Freiwilligen Feuerwehren fehlen könnten, fließen nach Angaben des Unternehmens nicht ab.

Mitterteichs Bürgermeister Stefan Grillmeier hob beim Spatenstich die gute Zusammenarbeit zwischen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt und der Schott-Werkfeuerwehr hervor: "Hier geht alles seit Jahren Hand in Hand. Ich wünsche für den Bau alles Gute und freue mich auf eine optimale Feuerwehrversorgung am Standort."

Gemeinsame Einsätze

Führungsdienstgrade, Mannschaftsdienstgrade, Maschinisten, Atemschutzgeräteträger und CSA-Träger - Schott bildet Feuerwehrleute aus, die ihr erlerntes Wissen oft auch ehrenamtlich am Wohnort einbringen. "Lehrgangszeit ist Arbeitszeit", betont Standortleiter Stefan Rosner. Und nicht nur davon profitiere die Region, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt: Brennt es in der Umgebung des Glaswerks, geht die Werkfeuerwehr auch in den Einsatz. Mitterteich habe damit faktisch zwei Feuerwehren, die zusammen funktionierten wie eine große Einheit. Mit der Feuerwehr Mitterteich gab es alleine in den vergangenen fünf Jahren 27 gemeinsame Einsätze, alle außerhalb des Werks.

Rund 1000 Kubikmeter Erdreich werden für die Baugrube abgetragen. Weil das neue Gebäude nur vom Werk aus erreichbar sein wird, müssen die Anwohner auch in Zukunft keinen Lärm durch die Feuerwehr befürchten.

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