Der bayerische Bau- und Verkehrsminister Hans Reichhart hat das entsprechende Schreiben seines Ministeriums jetzt bei seinem Besuch im Landkreis an Bürgermeister Roland Grillmeier überreicht. Dies seien erfreuliche Nachrichten, auf die man schon lange gewartet habe, wie Grillmeier in einer Pressemitteilung erklärt. Am 1. Januar 2020 verwandelt sich die Staatsstraße zwischen der Abzweigung nach Konnersreuth und der Ampelkreuzung, die auch über den Oberen und Unteren Markt führt, in eine Ortsstraße.
Anfang 2019 habe sich die Stadt über das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach und die Regierung der Oberpfalz an das Bauministerium gewandt und die Abstufung beantragt. Nach rund zweijährigen Verhandlungen habe sich die Stadt laut Grillmeier zu diesem Schritt entschieden. Der Bürgermeister erinnert in der Pressemitteilung daran, dass es seit dem Bau der Ortsumgehung vor rund 20 Jahren Diskussionen über dieses Thema gegeben habe. Ursprünglich sollte eine schnelle Abstufung der innerörtlichen B299 zur Ortsstraße erreicht werden, aber neben dieser Straße sei auch noch die einstige B 15 zu berücksichtigen gewesen. So wurde zunächst nur eine Abstufung der B299 zur Staatsstraße vorgenommen und es folgte nach dem Rückbau des "Hufeisens" in der Tirschenreuther Straße die Abstufung der innerörtlichen B15.
Sechsstelliger Betrag
Laut Grillmeier schien es, als sei die Abstufung der Staatsstraße 2176 nur noch eine Frage der Zeit. "Jedoch gab es in den letzten Jahren weitere Diskussionen, was nach Abstufung erreicht werden soll und wie die Stadt damit umgeht", so Grillmeier. Nach Gesprächen mit der Regierung der Oberpfalz sei der Einstieg in einen Prozess zur Neugestaltung des Oberen Marktes und zur Veränderung der Verkehrsführung erreicht worden. Dies sei eine wichtige Weichenstellung für die Abstufung zur Ortsstraße gewesen. Auch über die Ausgleichszahlungen habe man sich einigen können. So bekomme die Stadt einen sechsstelligen Betrag zur Beseitigung von Schäden an der Straße.
Weil das Ministerium im Rahmen der Abstufungsprüfung noch weiteren Klärungsbedarf im Zusammenhang mit weiteren Straßen gesehen und sich mit der Entscheidung daher Zeit gelassen habe, wandte sich Bürgermeister Roland Grillmeier laut Pressemitteilung im August dieses Jahres direkt an Minister Reichhart. Darin habe Grillmeier um eine zügige Entscheidung gebeten, weil aus Sicht der Stadt die Voraussetzungen erfüllt gewesen seien. Dabei habe er auch auf wichtige Überlegungen zur Marktplatzumgestaltung sowie zur Verkehrsberuhigung verwiesen. Nach der nun erteilten Genehmigung bedankte sich Grillmeier für die Unterstützung bei Staatsminister Reichhart und MdL Tobias Reiß.
"Weiterer Meilenstein"
Mit der Abstufung der Staatsstraße sei ein weiterer Meilenstein in der Stadtentwicklung erreicht, so Grillmeier. Nun könnten weitere Überlegungen zur Innenstadtberuhigung starten. Über Geschwindigkeitsbegrenzungen und weitere Maßnahmen zur Aussperrung des Schwerlastverkehrs könne die Stadt nun selbst entscheiden. Der Stadtrat werde sich bereits in der nächsten Sitzung (Montag, 9. Dezember, 18 Uhr, altes Rathaus) damit befassen.













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