29.05.2020 - 11:33 Uhr
MitterteichOberpfalz

Viele helfende Hände bei Flurkreuz-Restauration

Der Arbeitskreis Heimatpflege aus Mitterteich nimmt sich dem wettergeschädigten Naturdenkmal der Familie Waidhas bei Kleinbüchlberg an.

Bildtext: Die Familie Waidhas bei der Besichtigung des renovierten Feldkreuzes. Vor einigen Monaten stand es noch schief, krumm und verrostet am Waldrand. Jetzt strahlt es am Rand der Felder in die Landschaft. Im Bild: (von links) Bernhard Waidhas, Ortssprecher Kleinbüchlberg, sowie die Besitzerin des Kreuzes Rita Waidhas und Tochter Rita.

In neuem Glanz erstrahlt seit einigen Tagen ein altes Feldkreuz bei Kleinbüchlberg. Der Arbeitskreis Heimatpflege hat es zusammen mit Helfern wieder hergerichtet. Eigentlich hätte es im Mai bei einer Maiandacht im Freien eingeweiht werden sollen. Wegen der Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wurde die Einweihung nun auf den Herbst verschoben.

Das Feldkreuz am Waldrand hatte früher einen anderen Standort. Eigentlich säumte es einmal den früheren Kirchsteig nach Großbüchlberg, weiß Familie Waidhas aus Kleinbüchlberg. Im Zuge der Flurbereinigung ist es an den heutigen Platz umgesetzt worden. Es steht jetzt am Waldrand von Kleinbüchlberg, gleich in der Nähe des ehemaligen Missionskreuzes.

Ein Bewohner aus dem Ort hat den Arbeitskreis auf das marode Kreuz aufmerksam gemacht, das eigentlich der Familie Waidhas gehört. Der Arbeitskreis sagte seine Unterstützung zu. Zweiter Vorsitzender Erhard Sommer übernahm die Koordination. Nach einer Vorbesichtigung rollten die Arbeiten an. Schmiedemeister Willi Forster hat das Kreuz vom Sockel getrennt, das schon in Mitleidenschaft gezogen war. Den Granitstein holte Theo Schaumberger ab und machte es sauber.

Monatelange Kleinstarbeit

Bevor der Stein wieder gesetzt wurde, war ein Fundament notwendig. Theo Schaumberger, die Familie um den Kleinbüchlberger Ortssprecher Bernhard Waidhas und Rainer Gottas halfen mit. Damit das Kreuz wieder seinen alten Glanz bekam, brauchte auch das eine gründliche Reinigung Ein Bekannter wieder rum half, dass ein Fachmann dafür gefunden wurde. Der Restaurator und Kirchenmaler Ernst Kolb aus Waldsassen übernahm diese umfangreiche Arbeit.

Die nächste Schwierigkeit bereitete die Suche nach Blattgold. Ein Tirschenreuther Malermeister war bereit zu helfen. Das Goldauflegen und das Sichern des Gusseisens gegen den Rost erfolgte über die Wintermonate.

Ruhebank für Rundumblick

Im Frühjahr begann der Arbeitskreis dann mit der Wiederaufstellung des Flurkreuzes. Jetzt glänzt das Feldkreuz wieder in der Sonne. Von seinem Standort aus haben die Spaziergänger einen weiten Rundblick über das Stiftland, den Oberpfälzer Wald und zum Teil sogar noch bis Weiden. Der Forst hat dem Arbeitskreis genehmigt, in der Nähe des Kreuzes eine Ruhebank aufzustellen.

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