Bürgermeister Roland Grillmeier blickte bei der Bürgerversammlung vor etwa 60 Zuhörern auf die 16 Jahre seiner Amtszeit zurück. „Wir dürfen hoch zufrieden sein mit der Entwicklung unserer Stadt und der Region“. Vieles sei durch die Stabilierungshilfe ermöglicht worden. Allein in Mitterteich wurden in seiner Amtszeit mehr als 60 Millionen Euro investiert. "Wir haben unsere Chancen in vielen Bereichen genutzt.“ Kurz ging Grillmeier auf die Investitionen von BMW im benachbarten Tschechien ein, die auch Chancen für den grenznahen Raum böten. Schon jetzt habe Mitterteich einen Höchststand an 3500 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen erreicht.
Für kommendes Jahr kündigte Grillmeier den Beginn der Rathaussanierung an. „Unser Historisches Rathaus wird dann barrierefrei erreichbar sein und noch besser nutzbar.“ An Kosten nannte Grillmeier rund 1,2 Millionen Euro, er hoffte hier auf staatliche Förderungen. Fortgesetzt wird der Stadtumbau, die Wohnraumentwicklung und das Leerstandsmanagement, auch hier kündigte er für kommendes Jahr weitere Entwicklungen an. So sollen 2019/2020 zwei Wohnhäuser der Stadt in der Wiesenstraße saniert werden. In der Zanklgartenstraße wurden vier Wohnblocks abgerissen, hier soll durch einen Investor seniorengerechtes Wohnen entstehen. Insgesamt stehen der Stadt noch jeweils 20 Bauparzellen in Pleußen und in der „Rohrstaude“ zur Verfügung.
Mitten in der Arbeit ist die Sanierung und Erweiterung der Grundschule, die rund 9 Millionen Euro verschlingen wird. „Die Grundschule ist aktuell unser Hauptprojekt, derzeit erfolgt der Innenausbau“. Im kommenden Jahr soll der erste Bauabschnitt fertiggestellt werden, dann folgt der Abriss des Altgebäudes und der Neubau des Kinderhort. Die Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme ist für den Herbst 2020 vorgesehen. Geplant ist ferner der Bau eines dritten Kindergartens bei der Lebenshilfe. Entstehen soll ein dreizügiger Kindergarten, schon im kommenden Jahr soll der Neubau starten. „Bedarf ist gegeben“, sagte der Bürgermeister. Weiter sagte der Bürgermeister, dass die Lebenshilfe viel Erfahrungen mit derartigen Einrichtungen hat. Derzeit läuft die Abstimmung mit der Regierung und ein Wettbewerb zur Auswahl eines Architekten. Näheres soll in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden.
Erfreulich nannte der Bürgermeister die Geburtenentwicklung im der Stadt. Im vergangenen Jahr kamen 68 Kinder zur Welt. Ein Thema in seinen Ausführungen war nochmals die Sanierung der Umgehungsstraße. „Da erkannten wir wieder, wie wichtig eine Umgehungsstraße ist“. Sein Ziel sei es, die Innenstadt weiter verkehrsberuhigt auszubauen, Gespräche dazu laufen. Freilich muss da zuerst die innerörtliche Staatsstraße zu einer Ortsstraße heruntergestuft werden. In Sachen Breitbandausbau wusste der Bürgermeister, dass Mitterteich sehr gut versorgt ist. Wer ein Funkloch feststellt, soll sich bei ihm melden. Im Gange ist die Umstellung aller Straßenlampen auf LED, in nur wenigen Jahren sollen sich die Kosten amortisiert haben. Kurz schnitt Grillmeier das Thema Stromautobahnen an und bedauerte, dass die Firma Tennet sehr undurchsichtig vorgeht. „Sie versprechen viel und halten wenig“. Dass der Ostbayernring erneuert werden muss, dafür zeigte er Verständnis.
Kämmerin Ursula Ockl stellte den Haushalt 2018 und sein umfassenden Zahlenwerk vor. Voraussichtlich nimmt die Stadt heuer 2,3 Millionen Euro an Gewerbesteuern ein und damit mehr als zunächst angenommen. Ein Thema waren die Stabilisierungshilfen, bislang hat die Stadt seit 2013 exakt 7,65 Millionen Euro erhalten, 6,72 Millionen Euro wurden zur Schuldentilgung verwendet. Heuer hat die Stadt 1,5 Millionen Euro an Stabi-Hilfe erhalten. Dank dieser Unterstützung hat sich die Finanzsituation der Stadt mehr als entspannt. Bauamtsleiter Thomas Grillmeier stellte die Tiefbaumaßnahmen der Stadt vor. Themen war das neu erschlossene Baugebiet in Pleußen, die Wasserleitungsauswechslung in der Zanklgartenstraße/Böttcherstraße, die Beseitigung des Leerstands in der Zanklgartenstraße und die jetzt begonnene Dorferneuerung in Pechofen. Ziel ist es die Dorfmitte neu zu gestalten. Im Mittelpunkt steht die Sanierung des Dorfteichs, die Errichtung eines Multifunktionsgebäudes mit Bushäuschen, die Erneuerung der Regenwasserkanäle und Oberflächeninstandsetzung. Bis Mitte 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Weiteres Thema war die Erneuerung der Zubringerwasserleitungen Leonberg nach Mitterteich, auf einer Länge von 2,3 Kilometer. Baukosten hierfür rund 2,1 Millionen Euro. Geplante Bauzeit ist von März bis November 2019.
Im Anschluss melden sich nur wenige Fragesteller. Natalie Wölfl wollte wissen, wie es um zusätzliche Parkplätze im Bereich der Zanklgartenstraße aussieht. Bürgermeister Roland Grillmeier versicherte, dass Gespräche laufen, konkretes konnte er noch nicht sagen. „Es wird auf jeden Fall keinen Großparkplatz geben“, kündigte Grillmeier schon mal an. Überhaupt sah er das Parkproblem in den ganzen Innenstadt als gegeben an. Wolfgang Haberkorn fragte nach der Straßenreinigung für Pleußen nach. Bürgermeister Roland Grillmeier informierte, dass alle Hausbesitzer wegen der Kehrmaschine angeschrieben und informiert werden. „Wir müssen Vorkehrungen treffen, damit Überschwemmungen mangels verunreinigter Sinkkästen und Straßen nicht mehr passieren“. An Kosten kommen pro laufenden Meter auf die Hausbesitzer 1,10 Euro im Jahr zu. Alle 14 Tage sollen die Straßen gekehrt und gereinigt werden. Weitere Informationen, so Grillmeier gibt es in der Ortsteilversammlung im Frühjahr. Hans Fick monierte, dass in der Großensterzer Straße in eine Fahrtrichtung Tempo 30 gilt, in entgegengesetzter Richtung aber Tempo 50. Bürgermeister Roland Grillmeier zeigte sich überrascht, dass dies noch nicht geändert wurde und kündigte Sofortmaßnahmen an.

















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