„Gott ist ein Mockersdorfer"

Freude und Fröhlichkeit über den Empfang der Erstkommunion und den Festtag: Wie ein roter Faden zieht sich beides sichtbar, spürbar und hörbar durch die Feier.

Coronabedingt verspätet feiert die Sankt Michaelsgemeinde am Sonntag endlich Erstkommunion. Johanna Busch (links) und Vinzenz Haberberger (rechts) treten im Festgottesdienst zum ersten Mal an den Tisch des Herren.
von Autor HAIProfil

Unter den Klängen des „Freudenpsalms“ von Dorothy Wells, gespielt von Lucia Fürst an der Orgel, zogen die Erstkommunionkinder zusammen mit Pfarrer Sven Grillmeier und Pastoralreferent Robert Schultes in die Sankt Michaelskirche ein. Die erste Heilige Kommunion war für Johanna Busch und Vinzenz Haberberger der krönende Abschluss einer knapp einjährigen Vorbereitungszeit unter dem Motto „Fische im großen Ozean Gottes“.

„Lang haben wir warten müssen“, sagte ein hocherfreuter Pfarrer Sven Grillmeier. Habe doch die Corona-Pandemie alle Erstkommunionpläne im Frühjahr über den Haufen geworfen. Am Sonntag wurde dann endlich gefeiert. Der Pfarrgemeinderat um Birgit Haberberger hatte dafür die Hygiene- und Schutzvorschriften vorbildlich umgesetzt.

„Jetzt endlich haben wir Erstkommunion. Jetzt dürft Ihr ‚Ja‘ sagen: Wir wollen zu Jesus Christus gehören“, so Grillmeier an die Adresse seiner Schützlinge. Er zeigte sich erfreut, dass die Kommunionkinder ohnehin bislang bereits fleißig bei den Gottesdiensten und Tischgruppen dabei gewesen seien und sich auch im Schulunterricht engagiert auf die Kommunion vorbereitet hätten. Sie würden ihre Kirche und die Abläufe kennen, lobte er.

„Der Tag der Kommunion sei immer auch ein Tag der Geschenke“, betonte er dann in seiner Predigt. Er selbst habe zu seiner Kommunion das erste Mal Post und ein Zelt bekommen. „In der Kirche haben wir auch ein Zelt“, sagte der Geistliche. Die Kinder wussten dann auch gleich, dass damit der Tabernakel gemeint ist. Denn Zelt heiße auf Lateinisch auch Tabernakel, wie der Geistliche erläuterte: Gott habe seine Wohnung unter den Menschen aufgeschlagen, Jesus sei im Leib Christus unter uns. „Gott ist ein Mockersdorfer - er ist da“, erklärte Grillmeier. Die Menschen könnten hier in die Kirche immer zu ihm kommen.

Der Pfarrer wünschte den Kindern, dass sie immer erleben mögen, dass Jesus in ihren Herzen Wohnung genommen habe, dass er ganz zu ihnen gehöre und immer für sie da sei, wenn sie ihn brauchen würden. Auch die Erstkommunikanten beteten für eine allzeitige gute Wegbegleitung, eine gute Gemeinschaft in der Pfarrei, für diejenigen, die sich mit dem Glauben schwer tun, und für die Verstorbenen.

Nach Taufversprechen und den Fürbitten traten die Kinder unter den gloriosen Orgelklängen von „Jesus, meine Freude“ von Johann Sebastian Bach zum ersten Mal an den Tisch des Herrn. Dankgebet und Lieder rundeten eine beeindruckende Feier ab, die Dankandacht mit Weihe der Andachtsgegenstände am späten Nachmittag den großen Festtag der Pfarrgemeinde insgesamt. In einem Gemeinschaftsausflug aller Erstkommunionkinder von Kirchenlaibach, Mockersdorf und Haidenaab geht es am Montag, 5. Oktober, nach Regensburg.

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