Auf der Höhe der Zeit

Es besteht Einigkeit bei der Jahreshauptversammlung: Attraktiver und zeitgemäßer soll die Krieger- und Soldatenkameradschaft werden. Dafür stehen verschiedene Ideen im Raum.

Frohen Mutes diskutiert der Vorstand der Krieger- und Soldatenkameradschaft bei der Jahreshauptversammlung.
von Autor HAIProfil
Für langjährige Treue zeichnete die Krieger- und Soldatenkameradschaft Herbert Weismeier (zweiter von links) sowie Schussmeister Mario Krapf (dritter von rechts) und Manfred Seitz (nicht im Bild) aus. Es gratulierten Vorsitzender Alois Kausler (von rechts), stellvertretender Vorsitzender Konrad Krywinzki, Bürgermeister Wolfgang Haberberger und Kreisvorsitzender Thomas Semba.
Kreisvorsitzender Thomas Semba zeigt sich offen für Veränderungen.

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft fährt wieder in ruhigen Gewässern. Nach längerem Suchen konnte ein vollständiger Vorstand zusammengestellt werden. Mit dem neuen Vorsitzenden Alois Kausler und seinem neuen Stellvertreter Konrad Krywinzki sind damit die Weichen für die Zukunft. Das machte der Jahresbericht Kauslers wie auch die Zuversicht des Kreisvorsitzenden Thomas Semba und des Bürgermeisters Wolfgang Haberberger in der Jahreshauptversammlung deutlich. In einer Grundsatzdiskussion gab es Überlegungen, wie die Kameradschaft attraktiver und zeitgemäßer aufgestellt werden könne.

"Der Name ,Kriegerverein' ist nicht mehr zeitgemäß!" Mit seiner Feststellung löste Krywinski eine Diskussion aus. Der neue Vorstand um Kausler, Krywinski, Schriftführer Norbert Kaußler und Kassier Wendelin Leiter zeigte sich offen. Die Kameradschaft will neue Wege in ihren Aktivitäten und der Zusammenarbeit mit anderen Vereinen gehen, um sich zukunftsfähig aufzustellen.

Gediente dürften sich Veteranen nennen, betonte Semba und verwies darauf, dass sich in Kirchenlaibach, Windischenlaibach und Speichersdorf die Soldaten- und Kriegerkameradschaften in Soldaten- und Kameradschaftsverein umbenannt haben. In deren Reihen seien neben Reservisten schon lange viele, die sich als Nichtgediente der Tugend der Kameradschaft verpflichtet fühlten. Die Namensänderung in Kirchenlaibach 2015 sei deshalb nur folgerichtig gewesen. "Wir haben uns nur namenstechnisch verjüngt, ohne unser Erbe zu verleugnen", erklärte er. Die Namensanpassung habe sich bei allen Vereinen positiv ausgewirkt und zu steigenden Mitgliederzahlen geführt.

Kausler betonte, dass eine Namensänderung allein nicht genügen werde: "Wir müssen Aktivitäten und gesellige Veranstaltungen organisieren, die einen Anreiz bieten." Diskutiert wurde auch eine stärkere Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. In Kirchenlaibach würden Maibaumfest, Dorffest und Johannisfeuer gemeinsam ausgerichtet, sagte Semba. Viele Mitglieder seien in beiden Vereinen vertreten. Der Kreisvorsitzende plädierte zudem dafür, den Verein für die Aufnahme von Frauen zu öffnen. Auch das sei vielerorts längst erfolgt und allein vom Grundgesetz her ein Gebot der Stunde. Heute seien Frauen selbstverständlich dabei.

Nach dem Totengedenken für Werner Walter, Johann Friedrich, Erich Klant und Albert Nickl standen die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr und die Pläne für 2019 im Mittelpunkt. Die Kameradschaft nahm an der Fronleichnamsprozession und am Michaelstag der Pfarrei sowie an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Mockersdorf teil. Ein Erfolg sei die Christbaumversteigerung gewesen, bilanzierte Kausler. Zudem gab es noch die Kriegsgräbersammlung. 2019 nimmt der Verein am 100-jährigen Gründungsfest des Patenvereins Krieger- und Soldatenkameradschaft 1919 Speinshart am 25. und 26. Mai teil.

Dem Kassenbericht von Leiter zufolge hat die Kameradschaft gut gewirtschaftet. Saubere Kassenführung bescheinigten die Rechnungsprüfer Gerhard Müller und Wolfgang Brandl. Die Entlastung erfolgte einstimmig. Für 40-jährige Zugehörigkeit zeichnete die Krieger- und Soldatenkameradschaft Herbert Weismeier mit einer Urkunde und der BSB-Treuenadel in Silber aus. Für 25 Jahre Zugehörigkeit verlieh die Kameradschaft Schussmeister Mario Krapf sowie Manfred Seitz die BSB-Treunadel.

Auswertung der Alterstruktur:

Kreisvorsitzender Thomas Semba lud zur Kreisversammlung am 26. April, 19:30 Uhr nach Unterlind. Im Rahmen des 130-jährigen Jubiläums der SRK Brand am 13. und 14. Juli unter seiner Schirmherrschaft werde das Kreiskriegertreffen am 13. Juli mit einem Festkommers ausgerichtet, kündigte er an. Er lobte die Vorstandschaft für die reibungslose Mitgliedermeldung an den Kreisverband. Die vom Landesverband angestrengte Bewertung der Zukunftsfähigkeit des Bayerischen Soldatenbundes erfordere eine Auswertung der Altersstruktur der Mitglieder. Dafür sei eine stärkere Datenerhebung und Datenweitergabe nötig, die allerdings anonym sein soll.

Die Mitgliederzahlen seien in den vergangenen Jahren leicht angestiegen. Im Vergleich dazu sei die Tendenz bayernweit abnehmend. Die neue Datenerhebung werde Klarheit schaffen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.