09.10.2018 - 14:18 Uhr

Moderner Rock in Mundart

Zu Beginn der Kastler Roum-Kirwa lädt der Kulturverein Kastl die Bayerische Rockband Pam Pam Ida aus der Gemeinde Altmannstein zu einem Konzert ein. Blasmusik gibt es keine, dafür Sprüche und harte Gitarrenriffs.

Die 6 Jungs von Pam Pam Ida begeistern das Publikum im Kastler Festzelt mit moderner Rockmusik und Mundart. Bild: jp
Die 6 Jungs von Pam Pam Ida begeistern das Publikum im Kastler Festzelt mit moderner Rockmusik und Mundart.

Anita Meier von Kulturkastl begrüßte neben der Band die zahlreichen jungen und junggeblieben Gäste, die sich im Festzelt eingefunden hatten. Danach stellte Bandleader Andi Eckert seine fünf Mitstreiter und sich selbst vor. Dabei wurde ihm die Aussprache von Kastl beigebracht, dass sich nicht von „Kästchen“ mit einem hohen A, sondern von „Castell“ mit einem tiefen A ableitet. Der Musiker nahm es mit Humor und versuchte, sich das während des Auftritts zu merken.

Pam Pam Ida wurde 2015 gegründet, hat sich schon zahlreiche Musikpreise und Auszeichnungen erspielt und ist keine typisch bayerische Kirwaband mit fetziger Gaudi und Schlagern. Die sechs Musiker sind vielmehr eine Mischung aus Boy-Group, Rock-Jazz-Sound und Brassband. Alle ihre Lieder werden in Dialekt vorgetragen und haben humorvollen, nachdenklichen und auch traurigen Inhalt.

Der Auftritt der Band mit Krawatte und Fliege und fescher Kleidung, nach dem Oberpfälzer Motto „Gschneutzt, Bürst und Kampelt“ macht sie sicher zu Mammas Lieblingen und hebt sich wohltuend vom Erscheinungsbild so mancher Rockband ab.

Christian, Thomas, Julian, Daniel, Oldie Charly und Entertainer und Leadsänger Andi beherrschen zahlreichen Blasinstrumente sowie Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Trommeln. Der mehrstimmige Gesang bei manchen Liedern verursachte Gänsehaut im Publikum.

Zu Beginn versuchte der Andi den Leuten den Schiebertanz, auch Hosntürlwetzer genannt, beizubringen. Mit zwei Schritten links und einem Schritt rechts gelang ihm das auch fast. Es folgten Lieder wie da Gockl, ois is anders, Vielleicht, Vaterland, I mog deine Augn oder freier Fall, das Resümee eines Fallschirmspringers und zum Abschluss der Schultertanz, mit dem das Publikum wieder fit gemacht wurde.

Vor allem der Einsatz der verschiedensten Instrumente und der ausgefeilte Gesang kam ausgezeichnet beim Publikum an, das das Sextett nach einigen Stunden der Unterhaltung mit großem Applaus aus dem Kastler Festzelt verabschiedete. Dafür bedankte sich der Andi artig bei den Kastlern als tolles Publikum.

 
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