11.03.2019 - 15:51 Uhr
MoosbachOberpfalz

Abschied von Gerda Hanauer

Viele Trauergäste nahmen mit Angehörigen von Gerda Hanauer, geborene Wunderlich, Abschied. Pfarrer Josef Most sprach den Söhnen seine Anteilnahme aus.

von Peter GarreissProfil

Pfarrer Josef Most hielt das Requiem, und der Kirchenchor unter der Leitung von Hubert Reimer gestaltete die Trauerfeier in der Kirche und am Friedhof mit.

Pfarrer Most blickte in der Predigt auf das Leben Hanauers zurück, das am 16. März 1930 in Schildern, Kreis Asch im Sudetenland, begonnen hat. Sie war das einzige Kind der Eheleute Albert und Klara Wunderlich. Beide verrichteten Mesnerdienste in der evangelischen Kirche. 1947 wurde die Familie aus ihrer Heimat vertrieben. Nur allzu gern erinnerte sie sich an ihre alte Heimat in Engelein bei Asch, wo sie zur Schule ging und glückliche Jahre erlebte. Über Vohenstrauß kam die Familie schließlich nach Moosbach. Gerda fand Arbeit in der Glasfabrik Vohenstrauß.

Im Februar 1956 schloss sie mit Johann Hanauer aus Gaisheim den Bund der Ehe, aus der die Söhne Johann und Reinhard stammen. Tochter Monika ist schon als Kind verstorben. Das Kommunbrauhaus wurde umgebaut und ihr neues Zuhause.

Zum Lebensunterhalt trug sie durch Heimarbeit bei. Ihr Draht-Christbaumschmuck wurde bis nach Schweden und Amerika exportiert. Ein schwerer Schlag war der Tod ihres Ehemannes Hans am 7. Januar 2014 mit 87 Jahren. Weil das Leben in den letzten Jahren immer schwerer wurde, fand sie im Pflegeheim Pleystein Aufnahme. Ihre große Freude war der tägliche Besuch ihrer Söhne. Als sie noch in Moosbach wohnte, empfing sie auch monatlich die Krankenkommunion, was ihren Glauben und ihre Liebe zur Kirche deutlich macht.

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