01.03.2019 - 09:51 Uhr
MoosbachOberpfalz

Älteste Moosbacherin stirbt mit 101 Jahren

Pfarrer Josef Most hielt das Requiem für die Verstorbene in der Pfarrkirche. Er blickte auf das Leben von Margaretha Stahl zurück.

Die älteste Bürgerin Margaretha Stahl mit 101 Jahren und neun Monaten gestorben.
von Peter GarreissProfil

Die älteste Bürgerin der Gemeinde, Margaretha Stahl, geborene Grötsch, aus Saubersrieth ist mit 101 Jahren und neun Monaten verstorben. Pfarrer Josef Most hielt das Requiem für die Verstorbene in der Pfarrkirche. Er blickte auf das Leben von Margaretha Stahl zurück. Sie ist einen langen, meistens schönen, aber oft auch beschwerlichen Weg gegangen.

Begonnen hat dieser Weg am 13. Mai 1917 in Saubersrieth. Sie war das älteste von acht Kindern der Eheleute Georg und Anna Grötsch. Nur die jüngste Schwester Loni Bodensteiner lebt jetzt noch in Vohenstrauß. Schon einen Tag nach der Geburt, am 14. Mai wurde sie durch Benefiziat Detterbeck in der Pfarrkirche getauft. Von Kindheit an war ihr Leben arbeitsreich, denn in der Landwirtschaft gab immer viel zu tun, daneben machte sie auch gerne Schneiderarbeiten. Im Jahr 1949 schloss sie mit Johann Stahl aus Saubersrieth den Bund der Ehe. Er war 1947 nach sechs Jahren Krieg bis nach Afrika und anschließender Gefangenschaft in Amerika heimgekehrt. Vier Töchtern hat sie das Leben geschenkt: Christa, Irmgard, Monika, die mit vier Monaten verstorben ist, und Maria. Für sie alle war sie eine herzensgute Ehefrau und Mutter. Das neue Haus wurde zum Heim für sie und glückliche Jahre waren ihnen beschieden.

Aber am 10. Januar 1990 ist ihr Ehemann mit 76 Jahren verstorben und seitdem lebte sie allein in ihrem Häuschen. Ihre Lebensfreude hat sie aber nie verloren. Wenn ihr die letzten Jahre die Hl. Kommunion ins Haus gebracht wurde, gab es neben ihrem gläubigen Gebet auch immer viel Freude und frohes Lachen. Das war wohl auch ihr Lebensgeheimnis, dass sie so alt werden konnte, sagte der Seelsorger. Ihre Lebensfreude, ihr Gottvertrauen, ihre Liebe zu den Menschen.

Vor drei Jahren musste auch sie dem Alter Tribut zollen und brauchte Pflege. Das Krankenhaus musste sie aufsuchen, wurde dabei auch gut betreut von ihren Töchtern Irmgard und Maria, bei der sie die letzten Jahre verbrachte. Am letzten Sonntag, dem 24. Februar hat sie dann ihre Seele, Gott, ihrem Herrn zurück gegeben, lebenssatt mit 101 Jahren und neun Monaten. Der Kirchenchor unter Leitung von Heribert Kett gestaltete die Trauerfeier in der Kirche und am Friedhof mit. Der Singkreis begleitet von der Veeh-Harfen-Gruppe des Frauenbunds sang für sie in der Kirche. Der Katholische Frauenbund nahm von ihrem ältesten und treuen Mitglied, der „Lenzenbauern-Retl“, Abschied durch die Vorsitzende Angela Striegl. Margaretha Stahl ist am 6. März 1994 dem Zweigverein beigetreten und hielt ihn fast 25 Jahre die Treue. Gerne war sie früher bei den Ausflugsfahrten dabei. Mit ihrer freundlichen Art war sie bei allen beliebt. Zu ihrem 101. Geburtstag im vergangenen Jahr konnten sie ihr gratulieren und mit ihr feiern. Die letzte Zeit verbrachte sie im Altenheim Pleystein. Gemeinsam wurde ein Vaterunser am offenen Grab gebetet. In einer Monatsmesse wird man ihrer gedenken.

Vor knapp zwei Jahren feierte sie ihren 100. Geburtstag mit vielen Ehrengästen.

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