22.01.2021 - 14:31 Uhr
MoosbachOberpfalz

Soll der Badeweiher Tröbes schlammfrei gemacht werden?

Seit April 2020 ist die wasserrechtliche Erlaubnis zum Betrieb der Kläranlage Ragenwies abgelaufen. Eine Lösung muss her. Aber auch der Badeweiher bei Tröbes beschäftigt die Moosbacher Markträte.

Der Badeweiher bei Tröbes wurde einige Jahre nicht mehr entschlammt. Für die neue Badesaison wird nach Lösungen gesucht, das Badewasser weiterhin sauber zu halten.
von Peter GarreissProfil

Bei der wasserrechtlichen Erlaubnis geht es um die Einleitung der geklärten Abwässer der Ortschaft Ragenwies in den Brandbach, der sie in den Tröbesbach und die Pfreimd weiterleitet. Bürgermeister Armin Bulenda betonte, dass nun eine gehobene Erlaubnis nach dem Wasserhaushaltsgesetz beantragt werde und er bat die Markträte um Zustimmung zu den Antragsunterlagen.

Marktrat Johann Schnupfhagn schlug vor zu prüfen, ob es statt der Einleitung in Brandbach nicht besser wäre, die Abwässer gleich in die Abwasserleitung Tröbes – Moosbach einzuleiten. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister wies darauf hin, dass dann ein 1800 Meter langer Kanal von Ragenwies nach Tröbes gebaut werde müsste. Er hielt das für keine wirtschaftliche Lösung, denn der Transport über den Brandbach komme wesentlich billiger. Auf Anfrage von Marktrat Fritz Steinhilber erklärte Hofmeister, dass Ragenwies zur Abwasser-Einrichtungseinheit Moosbach gehöre. Die Finanzierung jeglicher Variante erfolge nicht über einmalige Beiträge sondern über laufende Gebühren. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die gehobene Erlaubnis beim Landratsamt zu beantragen.

Strom für Hochbehälter

Die Hochbehälter der Wasserversorgungsanlagen Tröbes und Gaisheim sollen Stromanschlüsse erhalten. Für Tröbes entstehen dabei Kosten in Höhe von 7.281 Euro für Gaisheim dagegen 17.904 Euro. Die Leitungen würden dabei der Bayernwerk Netz GmbH gehören. Auch der Unterhalt wäre dann Sache des Bayernwerkes. Marktrat Karl Liebl jun. schlug vor, um Kosten einzusparen, dass der Markt ein kundeneigenes Kabel verlege. Der Geschäftsleiter wies darauf hin, dass dann der Unterhalt des Kabels Sache des Marktes als Eigentümer sei. Das Ganze werde man nochmals vom Ingenieurbüro berechnen lassen. Das Gremium stimmte einstimmig dem Vorhaben zu, wobei die wirtschaftlichste Lösung anzuwenden ist.

Wasser: Moosbach hat große Pläne

Moosbach

Kommandanten bleiben im Amt

Bei der Feuerwehr Moosbach wäre im Januar 2021 die Neuwahl der Kommandanten fällig gewesen. Coronabedingt war dies nicht möglich. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass die bisherigen Führungskräfte, nämlich Kommandant Markus Landgraf und Stellvertreter Peter Landgraf als Notkommandanten bis zur Möglichkeit einer Neuwahl weiterhin im Amt bleiben. Einverstanden waren die Markträte auch, die bis 31. Dezember 2017 befristete wasserrechtliche Erlaubnis für die Weiheranlage auf Flurstücknummer 133/2 der Gemarkung Burgtreswitz in ein unbefristetes Recht umzuwandeln.

Lösungen für Badeweiher gesucht

Der Badeweiher in Tröbes ist einer der am meisten frequentieren Freibäder im südlichen Landkreis. Gemeinderat Bernhard Rom fragte deshalb nach, warum der Weiher seit einigen Jahren nicht mehr abgelassen wurde. Ein Saubermachen wäre sehr wichtig, denn die Wasserqualität leide darunter. Geschäftsleiter Hofmeister wandte ein, das wegen der geringen Quellschüttungen die Füllung des Weihers zu lange dauern würde. Die Gemeinderäte suchten deshalb nach Möglichkeiten ein sauberes Badewasser ohne Ablassen und Entschlammung zu bekommen. Marktrat Johann Schnupfhagn schlug das Einsetzen von Fischen vor, um die Algen zu reduzieren. Markträtin Ulrike Guttenberger will das Problem durch den Einsatz von Mikroorganismen lösen. Die Verwaltung erhielt den Auftrag nach wirkungsvollen Lösungen zu suchen.

Entwicklungsplan statt Provisorien

Ulrike Guttenberger sprach außerdem einen Rollstuhl-Fahrweg beim neuen Seniorenheim mit Tagesstätte an. Derzeit bringe das Rollstuhlfahren große Probleme. Da müssten befahrbare Beläge her. Bürgermeister Armin Bulenda schlug eine Ortsbesichtigung vor. Hofmeister wandte ein, dass im Haushalt 2021 dafür keine Mittel enthalten sind. Er bat das Gremium einen Entwicklungsplan für dieses Gebiet zu beschließen, denn es könnten dort nicht ständig Provisorien gemacht werden.

Gaisheim: Ach widerspricht

Marktrat Karl Liebl jun. sprach die Wasserversorgung Gaisheim an. Im Frühjahr 2021 sollen die Bauarbeiten beginnen. Niemand in Gaisheim wisse was finanziell auf die Anlieger zukomme. Im Sommer hätte eine Versammlung stattfinden sollen. „Es sollte nicht alles auf die Corona geschoben werden“, meinte Liebl. Das ließen Geschäftsleiter Hofmeister und der frühere Bürgermeister Hermann Ach so nicht stehen. „In keinem Dorf fanden so viele Versammlungen wegen der Wasserversorgung wie in Gaisheim statt. Es wurde sogar eine Abstimmung gehalten.“ „Wer sich trotzdem nicht auskennt“, dem empfahlen beide im Rathaus nachzufragen.

Bürgerversammlung digital

Marktrat Ach brachte eine „Online-Bürgerversammlung“ zur Sprache. Die im Mitteilungsblatt des Marktes Moosbach als Ersatz für die Bürgerversammlung angesprochenen Themen hielt Ach für zu wenig. „Ich vermisste da einige Dinge wie Straßenbau“. Ach sprach auch die Finanzierung des Feuerwehrhauses Burgtreswitz wegen der Mehrkosten an. Bürgermeister Bulenda erklärte, dass er die Wehr gebeten habe, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Der Kostenrahmen dürfe nicht überschritten werden. Ach war auch dafür Solaranlagen verstärkt auf Hausdächern zu installieren. Solange Hausdächer zur Verfügung stehen, sollte es Freianlagen nicht geben. Bernhard Rom wies auf die renovierungsbedürftige „Wongerkapelle“ bei Tröbes hin. Die bisherigen Versuche scheiterten. Es gebe aber Leute, die mitarbeiten würden. Bürgermeister Bulenda erklärte sich bereit nach Lösungen zu suchen. Schließlich wurde auch noch das gemeindliche Einvernehmen zum Neubau eines Bungalows mit Garage auf der Flurstücknummer 379 der Gemarkung Moosbach erteilt.

Der Badeweiher bei Tröbes wurde einige Jahre nicht mehr entschlammt. Für die neue Badesaison wird nach Lösungen gesucht, das Badewasser weiterhin sauber zu halten.

 

 

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