Im Alter von 94 Jahren ist jetzt Barbara Busl aus Gröbenstädt-Siedlung verstorben. Pfarrer Udo Klösel blickte beim Requiem auf ihr langes Leben zurück. Geboren wurde sie am 21. Juni 1931 in Waidhaus als zweites Kind der Eheleute Barbara und Karl Stefinger. Ihre Kindheit verbrachte sie mit ihren beiden Schwestern in Gröbenstädt-Siedlung. Schon sehr früh verlor sie ihren Vater, der 1944 im Krieg als vermisst gemeldet wurde. Was Barbara Busl jedoch immer in Erinnerung blieb und was sie oft erzählte, war, dass er am Ende seines letzten Heimaturlaubs noch mal mit dem Fahrrad umdrehte und seinen Töchtern zuwinkte.
Nach ihrer Schulzeit erlernte Barbara Busl das Schneiderhandwerk und arbeitete zwölf Jahre in der Hosenfabrik Hölzl in Vohenstrauß. Im Jahr 1955, in dem die Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Gröbenstädt stattfand, dufte die junge Barbara eine der stolzen Fahnenbegleiterinnen sein. Doch für sie war der Höhepunkt, dass sie ihren späteren Ehemann Willibald Busl kennenlernte, der aus Lohma stammte und bei den Bayerischen Staatsforsten angestellt war. 1957 heirateten sie in der Kreuzberg-Kirche in Pleystein. Das gemeinsame Glück war mit der Geburt des Sohnes Harald und der Tochter Silvia perfekt.
Ziehharmonika war ihre Leidenschaft
Es folgte der Ausbau des elterlichen Hauses in Gröbenstädt-Siedlung. Schwer traf sie der frühe Tod ihrer Schwester Margareta 1971 und der Tod der Schwester Elisabeth 1985. Viel Freude bereitete ihr die Geburt ihrer beiden Enkelkinder Johannes und Katharina. Mit Leidenschaft ging sie ihren Hobbys nach. Dazu zählte vor allem das Spielen mit der Ziehharmonika, das sie noch von ihrem Vater erlernen durfte. Daraus entwickelte sich dann auch das gemeinsame Hobby mit ihrem Ehemann Willi. Auf unzähligen Veranstaltungen musizierten sie gemeinsam.
Eine weitere Leidenschaft war ihr großer Garten. Bis zu ihrem Tod las sie jeden Tag mit sehr großem Interesse ihre Tageszeitung, welche sie immer sehnlichst erwartete. Schwer traf sie der Verlust ihres Ehemannes Willi, der am 2016 starb. Seither kümmerte sich jeden Tag ihr Sohn Harald um die Mutter sowie um den Garten und das Haus. Dazu kamen auch die regelmäßigen Besuche und die Hilfe durch ihre Tochter Silvia. Auch die Besuche ihrer Enkelkinder und mittlerweile auch der Urenkel Eric und Anna waren für sie ein absolutes Highlight. Nicht zu vergessen ist ihr lieber Kater Speedy.
Im Kreis der Liebsten eingeschlafen
Ein letztes großes Ereignis war die Taufe ihrer Urenkelin Anna in der Moosbacher Pfarrkirche im letzten Jahr. Schließlich ging ihr Wunsch, zu Hause im Kreis ihrer Liebsten einschlafen zu dürfen im gesegneten Alter von 94 Jahren in Erfüllung. Für die „Busl Bettl“ wie sie von den Menschen genannt wurde, sprach Pfarrer Udo Klösel im Namen des Frauenbundes ehrende Worte. Im Gründungsjahr 1971 trat sie dem Zweigverein bei und gehörte somit fast 55 Jahre dem Moosbacher Frauenbund an.













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