10.07.2020 - 12:06 Uhr
MoosbachOberpfalz

Bauausschuss Moosbach macht sich ein Bild vor Ort

Der Bau- und Umweltausschuss in Moosbach kann nun auch ohne den Gemeinderat Entscheidungen treffen. Bei der ersten Sitzung mit Bürgermeister Armin Bulenda ist kein einziger Zuhörer anwesend.

Nach intensiver Besichtigung der Straße zwischen den Sportplätzen lehnten die Markträte das Angebot der Firma Dankerl dankend ab.
von Peter GarreissProfil

Zu seiner ersten Sitzung traf sich der Bau- und Umweltausschuss des Marktes Moosbach im Rathaussaal. Das Gremium ist nach der im Mai 2020 erlassenen Satzung nun ein beschließender Ausschuss. Im Rahmen des vorgesehenen Wasserleitungsprojektes beabsichtigt der Markt Moosbach zahlreiche Wasserleitungen beziehungsweise Lichtwellenleitungen in Staats- und Kreisstraßen zu verlegen. Die Lichtwellenleitungen aus Glasfaser werden zur Steuerung der Wasserversorgungsanlagen benötigt. Nach der Planung werden Wasserleitungen in den Kreisstraßen Etzgersrieth – Rückersrieth und in Tröbes sowie in der Staatsstraße bei Gaisheim verlegt. Einstimmig wurden die vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach vorgelegten Benutzungsverträge genehmigt.

Acht neue Lampen

Zustimmen konnten die Marktgemeinderäte auch der Aufstellung von acht neuen Brennstellen für die Straßenbeleuchtung im Baugebiet „Steinling III“ durch die Bayernwerk AG mit Kosten von insgesamt 13.831 Euro. Der Preis beinhaltet die Verkabelung der Leuchten, nicht im Preis enthalten sind dagegen die Fundamente.

Ein Gebäude auf jeder Parzelle

Nicht zustimmen wollten die Räte der Zusammenlegung von zwei Bauparzellen im Baugebiet „Steinling III“ zu einer Bauparzelle. Der Interessent kauft zwei Bauplätze und bebaut eine Parzelle. Das würde die Aufhebung des Bauzwanges bedeuten und Bezugsfälle nach sich ziehen, war die einstimmige Meinung der Ausschussmitglieder. Grundsatz in diesem Baugebiet ist nach wie vor, dass jede Bauparzelle mit einem Wohngebäude zu bebauen ist.

Arbeiten im Kurpark

Der Bürgermeister gab bekannt, dass mit den Erneuerungsarbeiten im Kurpark „Gruberbach“ durch die Firma Schmidt, Schirmitz begonnen wurde. Zunächst werde der Kinderspielplatz abgebaut. Einige Spielgeräte müssen wahrscheinlich entfernt beziehungsweise erneuert werden. Das werde von Fall zu Fall geprüft. Die Senkung der Mehrwertsteuer werde Neuanschaffungen eher begünstigen. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister will für eventuelle Mehrkosten eine Änderung der Finanzierung beantragen. Bei den Spielgeräten gebe es Ausführungen in Holz, Recycling oder Edelstahl.

Straßenbelag in der Diskussion

Im nächsten Punkt ging es um die Erneuerung der Asphaltdecke bei der Straße zwischen den Sportplätzen in Moosbach. Die Straße geriet durch den Baustellenverkehr zum „Haus für betreutes Wohnen mit Tagespflege“ sehr in Mitleidenschaft. Die Baufirma Dankerl aus Wilmerring bei Cham machte ein günstiges Angebot für die Instandsetzung der Straße, über das spätestens am Tag nach der Ausschusssitzung entschieden sein müsse. Eine 8 Zentimeter dicke Tragdeckschichte würde für die rund 200 Meter lange Straße nur 24.000 Euro kosten. Einige Räte hielten den Preis für „top“, befürchteten aber, dass die Straße unweit der Wieskirche nach der Instandsetzung noch mehr befahren werde. Besorgt zeigte man sich auch, dass der geringe Betrag nicht ausreiche, denn zusätzliche notwendige Arbeiten seien unbedingt erforderlich.

Bernhard Rom sprach die im Haushalt 2020 vorhandenen Gelder dafür an. Bulenda hielt das bei einem Haushaltsansatz von 100.000 Euro für finanzierbar. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister wies darauf hin, dass die Straße dadurch zu einer verbesserten Zufahrt zum Wohnmobilplatz und zum geplanten neuen Kfz-Parkplatz für den Kurpark führen würde. Die erneuerte Straße führe zu einem besseren Erscheinungsbild für das „Haus für betreutes Wohnen“, was sehr wichtig sei. Das besondere sei, dass der Grund an beiden Seiten der Straße der Gemeinde gehöre.

Nach ausführlicher Besprechung besichtigten die Bauausschussmitglieder den Zustand der Straße an Ort und Stelle. Dabei wurde offenkundig, dass mit den 24.000 Euro der gewünschte Zustand für einen 20-jährigen Zeitraum nicht zu erreichen ist. Mit 3 gegen 4 Stimmen wurde deshalb das Angebot der Firma Dankerl abgelehnt.

Die Pfreimdbrücke ist gesperrt

Burgtreswitz bei Moosbach
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