30.10.2019 - 10:56 Uhr
MoosbachOberpfalz

Mit Bauland keine Probleme

Ist die CSU Moosbach fit für die Zukunft? Haben Jung und Alt in der Gemeinde Perspektiven? Um diese Fragen ging es in einer Herbstwanderung des Ortsverbands, an der sehr viele Bürger teilnahmen.

Am Marktplatz erläuterte Bürgermeister Hermann Ach die anstehende Sanierung des Areals.
von Peter GarreissProfil

Die stellvertretenden Vorsitzenden Hermann Ach und Sandro Stefinger freuten sich darüber sehr. Bei herrlichem Herbstwetter wurden aktuelle Baustellen erwandert. Der Weg führte zunächst zur ehemaligen Grundschule, in der derzeit die Schulsäle herausgerissen und durch Wohnungen ersetzt werden. Bürgermeister Hermann Ach wies auf die 90-prozentige Förderung dieser Baumaßnahme aus dem Programm „Innen statt Außen“ durch die Dorferneuerung hin. Nach den Förderrichtlinien müssen wegen der hohen Staatszuschüsse die Mieten im Rahmen bleiben. Eine weitere Auflage des Förderprogramms, keine Neubaugebiete auszuweisen und den Innenbereich zu sanieren, könne der Markt leicht erfüllen, da genügend Neubauland vorhanden sei.

Interessant nannte Ach, dass die Wohnungen auch für das Personal der ebenfalls im Bau befindlichen Seniorenanlage bereitstehen. Da die Zugänge zum umgebauten Wohnhaus über den derzeitigen Pausenhof erfolgen sollen, plane man, so Bürgermeister Ach, eine Verlegung des Pausenhofs neben dem derzeitigen Allwettersportplatz hinter das neue Grundschulgebäude. Der Grundschul-Elternbeirat sei von dieser Idee begeistert, da dort die Schulkinder wesentlich weniger Lärm ertragen müssten. Der künftige Betreiber der Seniorenwohnanlage Stefan Hammerl empfing die Teilnehmer in der Baustelle. Der Baufortschritt sei bestens, so dass man mit einer Inbetriebnahme im Frühsommer 2020 rechnen könne. In den geplanten 37 Wohneinheiten finden 32 Personen Platz. Hammerl betonte, dass es sich nicht um ein Pflegeheim, sondern um eine Seniorenwohnanlage für betreutes Wohnen handle. Die Preise bezeichnete er als moderat. Vielerlei Nutzungsmöglichkeiten nannte er als möglich. Das Mindeste seien aber ein Miet- und Betreuungsvertrag.

Weiter ging es Richtung Gruberbach, der unterhalb der Wieskirche renaturiert wird. Dabei werde der Bach in seinen ursprünglichen Verlauf „umgebettet“ und entsprechend bepflanzt. Fachleute des Amts für Ländliche Entwicklung aus Tirschenreuth beaufsichtigen die Baustelle.

Der Weg führte anschließend in das Baugebiet „Steinling III“. Dort gab der Markt vor drei Jahren die ersten 16 von über 80 Bauparzellen zur Bebauung frei. Derzeit entstehen sieben neue Wohngebäude. Die Teilnehmer stellten mit Genugtuung fest, dass es für Moosbach auf absehbare Zeit keine Baulandprobleme gebe. Zum Schluss trafen sich alle Teilnehmer am Marktplatz. Bürgermeister Hermann Ach sprach die geplante Sanierung des Marktplatzes durch die Dorferneuerung an. Im Mittelpunkt dabei stehe die Errichtung einer Bushaltestelle mit Wartehäuschen. Auch die Zufahrt zur Seniorenanlage sei durch das frühere Weißanwesen (Boderanwesen) geplant. Das habe auch Auswirkungen auf die Marktplatz-Umgestaltung.

Bei der Sanierung des Marktplatzes, die rund 400.000 Euro kosten wird, soll auch die alte Eiche erhalten bleiben. Es handle sich um ein Naturdenkmal, die sogenannte Friedenseiche, die nach dem Frankreichfeldzug 1871 gepflanzt wurde. Außerdem versicherte das Gemeindeoberhaupt, dass das historische Granitpflaster des Marktplatzes aus dem 18./19. Jahrhundert erhalten und an Ort und Stelle wieder eingebaut wird. Hier fanden früher die historischen Märkte und Viehmärkte über Jahrhunderte hinweg statt. Auch die vorhandenen Parkplätze sollen bestehen bleiben. Ein Teil der vorhandenen Granitmauern müsse aber den neuen Plänen weichen. Großer Wert werde aber auch auf die Barrierefreiheit gelegt, so Ach.

Die Bürger waren von der Vielzahl der momentan in Moosbach laufenden Baumaßnahmen sehr angetan und wünschten sich für die Zukunft öfters Veranstaltungen dieser Art. Im Gasthaus Bodensteiner wurde nach der Wanderung eifrig weiter diskutiert.

Als Großbaustelle entpuppte sich der Bau der Seniorenwohnanlage.
Stefan Hammerl nahm Stellung zu Detailfragen der Seniorenwohnanlage.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.