Moosbach
11.08.2019 - 10:53 Uhr

Biergartengespräch mit Albert Rupprecht

Der CSU-Ortsverband Moosbach hat zum Biergartengespräch mit MdB Albert Rupprecht ins Cafe Eger eingeladen. Viele regionale Probleme kommen zur Sprache.

CSU-Mitglieder diskutieren mit MdB Albert Rupprecht über lokale Probleme. Bild: gi
CSU-Mitglieder diskutieren mit MdB Albert Rupprecht über lokale Probleme.

CSU-Ortsvorsitzende Erika Sauer freute sich über das Interesse der Besucher. Vor dem Gespräch hatten der Abgeordnete Albert Rupprecht und Bürgermeister Hermann Ach der Firma Kaiser GmbH im Gewerbegebiet „Schießtrath“ Moosbach einen Besuch abgestattet. Die Geschäftsleitung informierte Rupprecht und das Gemeindeoberhaupt über die derzeit angebotenen Firmenprodukte auf dem Sektor Bühnen- und Maschinenbau. Es kam aber auch die von der Firma Kaiser geplante Betriebsansiedlung im neuen Moosbacher Gewerbegebiet „Hammermühle“, direkt an der Autobahn-Anschlussstelle Lohma zur Sprache. Das erforderliche Grundstück an der Staatsstraße nach Pleystein und der Gemeindeverbindungsstraße zur Hammermühle befindet sich bereits seit einiger Zeit im Eigentum der Firma Kaiser.

Im Biergarten kamen auch aktuelle Themen wie die Entwicklung des Klimas (nach Rupprecht eine Jahrhundertaufgabe), die CO2-Probleme und vieles andere zur Sprache. Einen breiten Raum nahmen regionale und lokale Entwicklungen ein. Rupprecht verurteilte es, dass es immer mehr Stimmen gebe, den ländlichen Raum zur Natur werden zu lassen und das wirkliche Leben in die Städte zu verlegen. Rupprecht hielt die medizinische Versorgung auf dem Land nicht mehr gewährleistet. Dies sei eine existenzielle und zentrale Frage. "Sonst gehen die Leute weg aus dem Grenzland", befürchtete er. Nicht für wichtig hielt der Abgeordnete, dass alle fünf Kilometer ein Krankenhaus stehe. Es könne auch 20 Kilometer entfernt sein, wenn der Notarzt schnell da sei.

Bei diesem Thema wurde auch der Mangel an Fachkräften in den Krankenhäusern angesprochen. Karl Frischholz aus Tröbes hielt den Handy- und Rundfunkempfang östlich der Ostmarkstraße nicht für ausreichend. Die Landbevölkerung habe zu lange Anfahrtswege zur Arbeit. Hier werde die Gutmütigkeit der Bürger sehr missbraucht. Arg wurde über die Bürokratie hergezogen. Sie mache es den Bürgern immer schwerer. Der Gesetzgeber sollte endlich tätig werden.

Rupprecht sah das anders. Ein Großteil der Bürokratie komme nicht vom Gesetzgeber sondern von der Verwaltung selbst, denn die Verwaltung habe Angst vor der Haftung und der Verantwortung. Ulrike Guttenberger konnte nicht verstehen, dass der Markt Moosbach viel zur Beseitigung von Phosphat aus dem Abwasser ausgeben müsse und andererseits Phosphat im Verzehr erlaubt sei. Sie rügte auch die Verwendung von Chemie auf dem Bausektor.

Von der Grundschule Moosbach werden derzeit die 40 Jahre alten Asbestplatten beseitigt. Die neu eingebauten Platten enthalten wieder Asbest. Wie ist das möglich? Wer bezahlt später die teure Entsorgung der Platten? „Wir wissen gar nicht, was wir unseren Kindern damit antun“, war dazu die Meinung von Marktrat Josef Hierold.

Die Düngemittelverordnung, speziell das Nitrat, sprach Bürgermeister Hermann Ach an. Die Bodenkontrollen (viele halten sie nicht für realistisch) sollten deshalb künftig nicht mehr durch den Landwirt, sondern von unabhängigen Fachleuten getätigt werden. Für eine gute Sache im ländlichen Raum hielten die Anwesenden die Photovoltaik-Anlagen für den Eigenbedarf. Dadurch könne sich auch der „kleine Mann“ etwas dazuverdienen oder einsparen. An den Windrädern dagegen würden nur die Investoren verdienen.

CSU-Mitglieder diskutieren mit MdB Albert Rupprecht über lokale Probleme. Bild: gi
CSU-Mitglieder diskutieren mit MdB Albert Rupprecht über lokale Probleme.
 
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