09.04.2019 - 12:19 Uhr
MoosbachOberpfalz

Blühflächen sind notwendig

2018 war sehr arbeitsreich für Bienen und die Moosbacher Imker. Wegen des heißen Sommers hatten die Insekten auch viel Stress.

Symbolbild
von Peter GarreissProfil

Das Imkerjahr 2018 war ein sehr stressiges Jahr für die Bienen und Imker, sehr viele Sonnentage mit zum Teil sehr hohen Temperaturen. Dabei mussten die Völker viel kühlen und konnten nicht soviel Nektar sammeln, berichtete Vorsitzender Matthias Schönberger in der Jahreshauptversammlung im Gasthof Forster. Die Bienen machten nach der Winterruhe am 11. März bei 16 Grad und sonnigen Wetter ihren ersten Reinigungsflug. Am 26. Mai war die erste Honigernte. "Der Wassergehalt des Honigs war unter 16 Prozent, ein Spitzenwert." Am 16. Juni habe er die zweite Schleuderung gemacht, am 19. Juli habe er nochmals zu schleudern versucht. Jedoch war dies nicht mehr möglich, denn der Honig war so fest in den Waben, dass er das neue Gerät, den Entdeckelungs-Wachsschmelzer, ausprobieren musste. Er war nicht der einzige, der mit der Honigernte zu kämpfen hatte.

Es waren wenige Milben abgefallen, obwohl das Wetter warm war. Schönberger machte von allen Völkern eine Futterkranzprobe, diese schickte er an den Tiergesundheitsdienst Bayern. Die Untersuchung ist kostenlos und man bekommt das Ergebnis, ob Faulbrutsporen in den Völkern sind. Das Ergebnis war gut und es wurden keine Sporen gefunden. Auch Sonja Dirscherl machte mit und erhielt ein gutes Ergebnis. Mit der flächendeckenden Futterkranzprobe möchte der TGD eine Karte über die ganze Fläche Bayern erhalten und sehen, wo Schwerpunkte mit der Faulbrut sind.

Zusammenfassend sagte Schönberger, dass das Imkerjahr ein sehr arbeitsreiches für Bienen und Imker war. Das Jahr war sehr trocken, die Imker hätten sich mehr Regen gewünscht. Die Begattung der Königinnen war so gut wie noch nie bei ihm mit 100 Prozent. Vorgeschlagen wurde, den Preis für ein Glas Honig (500 Gramm) auf fünf Euro zu erhöhen.

Weiter gab der Vorsitzende eine Vorschau. Bei der Veranstaltung des Fischereivereins Vohenstrauß am 20. Juli werden sie die Imkerei vorstellen. Das Volksbegehren wurde angesprochen.

Kassier Max Voit gab eine detaillierte Aufstellung von Ausgaben und Einnahmen. Die größte Ausgabe war die Anschaffung des Entdecklungs-Wachsschmelzer für 1.299 Euro. Vier Probeimker haben sie in Aussicht. Vorgeschlagen wurde, den Beitrag von 21,50 auf 25 Euro zu erhöhen, bedingt auch durch die Versicherung. Der Beitrag für die Fördermitglieder bleibt gleich.

Bürgermeister Hermann Ach dankte den Imkern für ihr Engagement. Es war ein hochtrabender Slogan „Rettet die Bienen“ und er sei der gleichen Meinung wie der Vorsitzende, dass es mit den Bienen wenig zu tun hatte und nur mit Einschränkungen der Grundstückseigentümer. Trotzdem hat es ein gewisses Umdenken wegen der Blühflächen bei einem oder anderem bewirkt. Dazu sprach er Verschiedenes an, wie Mähroboter und Steingärten. Blühflächen werden vom Naturpark gefördert. Er freute sich über die Probeimker. Zu jedem Dorf gehört ein Imker.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.