Die ehemalige Mesnerin Mathilde Gissibl, geborene Grötsch, wurde zu Grabe getragen. Pfarrer Udo Klösel hielt zusammen mit seinem Vorgänger Pfarrer Josef Most das Requiem in der Wieskirche in Moosbach und blickte auf das Leben der Verstorbenen zurück. Geboren wurde Mathilde Gissibl am 24. Februar 1939 in Saubersrieth als jüngste Tochter der Eheleute Wolfgang und Katharina Grötsch. Da eine Schwester im Kindesalter verstarb, wuchs sie mit zwei älteren Schwestern auf. 1944 fiel ihr Vater im Krieg.
So musste sie nach der Schulzeit daheim in der Landwirtschaft kräftig mit anpacken. Dazu arbeitete sie als Näherin. Im Mai 1969 heiratete sie Adolf Gissibl aus Burgtreswitz. Die Ehe blieb kinderlos. Von 1995 bis 2010 führte sie den Mesnerdienst in der Pfarrkirche aus und wurde von ihrem Mann unterstützt. Das Mesneramt war für beide eine Berufung. Daneben bastelte Mathilde Gissibl gerne und pflegte ihren Mann. Denn nach dem Ende der Mesnertätigkeit machte sich bei beiden eine Krankheit bemerkbar. Ihr Mann verstarb im April 2016. Sie lebte dann ab Ende 2016 im Pflegheim in Pleystein. Ihr Lebensweg ist am 8. Juli mit 82 Jahren zu Ende gegangen.
Mit Banner angerückt war der Katholische Frauenbund Moosbach. Am offenen Grab würdigte die Vorsitzende Angela Striegl das Gründungsmitglied Mathilde Gissibl. Sie hielt der Gemeinschaft 50 Jahre die Treue. Gissibl war auch Gründungsmitglied bei der Frauenunion Moosbach und war neun Jahre als Beisitzerin im Vorstand, führte zweite FU-Vorsitzende Lisa Schieder aus. Sie hielt der FU 20 Jahre die Treue. 2019 durften sie mit ihr noch ihren 80. Geburtstag feiern.
Beim Besuch im Pflegeheim hatte sie stets ein Lächeln im Gesicht. Abschied nahm auch das Veeh-Harfen-Orchester der Musikschule Neustadt durch Vorsitzenden Karl Wildenauer. 2004 trat die Verstorbene der Gruppe bei. Zu einem späteren Zeitpunkt wird das Veeh-Harfen-Orchester für sie einen Gottesdienst in Moosbach gestalten.













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